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Friedenskreis sammelt Spenden für Brunnen in Afghanistan

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2016 | 11:26 Uhr

„Wir haben spät, zu spät überlegt, was wir zur Landesgartenschau machen können“, gestand Wolfgang Schiller gestern. Besser spät als nie lautet nun also das Motto beim Friedenskreis Eutin und Amnesty International Eutin/Plön. Die Aktivisten möchten Spenden zum Bau von Brunnen in Afghanistan sammeln – und damit den Afghanischen Frauenverein unterstützen. Einen ersten Infostand soll es am kommenden Mittwoch, 18. Mai, auf dem Gelände der Landesgartenschau (LGS) geben.

Von 11 bis 17 Uhr können Interessierte im „Garten am frischen Wasser“ sich über das Spendenprojekt informieren. Es wird musikalisch begleitet von Albrecht Gieseler und gegen 14 Uhr wird auch Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz vor Ort sein, den die Initiatoren als Schirmherrn für die Aktion gewinnen konnten. „Eutin ist die Stadt am Wasser, das passt gut“, freute sich Schulz über die Initiative. Beim Infotag und den folgenden Terminen (21. Juni sowie 19. und 20. August) dient eine Brunnenskulptur als Hingucker. Geschaffen hat sie der Eutiner Künstler Jens Saffarrek aus Holz. Doch nicht nur damit möchten die Organisatoren Aufmerksamkeit erzielen: Geplant sind weitere Aktionen wie Spendensammlungen in der Eutiner Innenstadt, die Zusammenarbeit mit den Einzelhändlern und vielleicht sogar eine Lesung. „Dann könnte ein Schauspieler oder Eutiner Schüler die schönsten Brunnengedichte oder -geschichten vortragen“, sagt Schiller. Genaueres stehe aber noch nicht fest. Ziel sei es, möglichst viele neue Brunnen zu bauen. Seit 2005 habe der Verein vor Ort bereits 450 bohren lassen, so Schiller.

Bereits 2011 hatte der Friedenskreis für Wasser-Brunnen in Afghanistan gesammelt – 1200 Euro waren damals zusammengekommen. Der Friedenskreis agiere nur als Mittler für die Spenden, so Schiller. „Wir leiten die Gelder komplett an den Afghanischen Frauenverein weiter.“ Den Brunnenbau selbst übernehmen lokale Handwerker. So werde die dortige Wirtschaft unterstützt, die Akzeptanz des Projekts weiter gesteigert, sagt Schiller. „Es ist gut zu wissen, dass das Geld auch wirklich ankommt“, ergänzte Schirmherr Schulz.


Weitere Infos und das Spendenkonto gibt es unter www.afghanischer-frauenverein.de

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