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Frevel: Wer füttert Vögel mit vergammeltem Brot?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 07.Dez.2016 | 14:19 Uhr

Wildes Getümmel nahe der Schwimmhalle: Geschätzt über 50 Lachmöwen, diverse Stockenten und ein paar Bläss- und Teichhühner „zanken“ sich am Ufer der Fissauer Bucht um Brotreste. Aber: Es sind gammelige Brötchen und schimmeliges Brot, das jemand ins Wasser geworfen hat.

„So was sollte man natürlich nicht tun“, schimpft Hoger Jürgensen, Vorsitzender der Vogelschutzgrupe Eutin-Malente, „was für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet ist, das ist Abfall und kein Vogelfutter mehr.“ Die meisten Naturschutzverbände seien generell gegen das sogenannte „Entenfüttern“: „Es bleiben immer Brotreste, die nicht von den Vögel gefressen werden, die das Wasser verunreinigen, und Reste am Ufer locken Ratten und Mäuse an.“ Bedenklich finde er auch, dass Vögel an eine Futterstelle gewöhnt, sie aber dann häufig „im Stich gelassen“ würden, wenn es richtig kalt werde und sie eigentlich Hilfe brauchten.

Der Eutiner Horst Ehrhardt hatte diese unzulässige Futteraktion dieser Tage bei einem Spaziergang entdeckt. Er ist mit seiner Meinung nicht allein: Bevor man Tieren verschimmeltes Brot gibt, sollte man lieber aufs Füttern verzichten.

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