Freundschaftstour mit Hindernissen

Die Radler an der deutsch-polnischen Grenze.
Die Radler an der deutsch-polnischen Grenze.

Barwice – Malente: Zweite Rad-Etappe von Rewal nach Wolgast erweist sich als schwierig / Altbürgermeister nach Sturz angeschlagen

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27. Juni 2018, 10:33 Uhr

Mit erschwerten Bedingungen haben die Teilnehmer der Freundschaftsradtour von Barwice nach Malente am Dienstag bei der zweiten Etappe gekämpft. Fünf Malenter und zwei Polen hatten sich, wie berichtet, am Montag von der polnischen Partnerstadt der Gemeinde aus per Fahrrad auf den 560 Kilometer langen Weg nach Malente gemacht, um damit das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft zu würdigen. Mit dabei sind der stellvertretende Barwicer Bürgermeister Piotr Sadura und Stadtrat Adam Sobolewski sowie aus Malente der ehemalige Gemeindevertreter Wolfgang Kienle, vom Verein „Futura Baltica“ Harald Kitzel, Reiner Coen und Helga Dreyer sowie Altbürgermeister Michael Koch.

Koch erwischte es am Dienstag kurz vor dem Ziel der zweiten, 106 Kilometer langen Etappe von Rewal nach Wolgast. Er verletzte sich bei einem Sturz, auch sein Fahrrad bekam etwas ab. „Die Abschürfungen, Asphaltflechten, wie der Fahrradhändler bei der Radreparatur sagte, veranlassen mich zu einer Pause“, berichtete Koch. Er hoffe, wenigstens bei der Schlussetappe am Freitag über 128 Kilometer wieder dabei zu sein.

Ein Pulk von zwölf Freundschaftsradlern war am Dienstag nach Wolgast gestartet, während sich die Mannschaft der „Service-Fahrzeuge“ um Reinhold Wenskus auf den Weg zum Zwischenziel in Swinemünde machte. Dort teilte sich die Gruppe. Die sieben Fahrer um Piotr Sadura und Michael Koch fuhren die letzten 50 Kilometer durch die Bäderorte auf Usedom bis nach Wolgast allein weiter. Während die Radler mit teils schwierigen Streckenverhältnissen kämpften, war das bei den Feierlichkeiten am Barwicer Rathaus enthüllte Partnerschaftsschild bereits mit dem stellvertretenden Bürgervorsteher Andreas Hillesheim auf dem Weg ins Malenter Rathaus, wo es, so die Hoffnung von Barwices Bürgermeister Zenon Maksalon, einen würdigen Platz finden möge.

Von Wolgast, dem „Tor zur Insel Usedom“, führte die dritte Etappe gestern nach Cammin bei Rostock. „Die Tourteilnehmer fanden für ihre Aktion bei Gesprächen in Hotels oder mit Passanten bei Zwischenstopps Lob und Respekt für diese Art der Würdigung einer deutsch-polnischen Freundschaft“, schilderte Koch. Gerade in Zeiten aufkeimender Konflikten zwischen europäischen Partnern, die Einzelinteressen betonten, sei es wichtig, das Völkerverbindende zu betonen, sei einhelliger Tenor gewesen. Piotr Sadura berichtete, dass er via Facebook täglich von Barwicer Bürgern nach dem Stand der Tour gefragt werde. Das, so Koch, belege das große öffentliche Interesse an der Freundschaftsfahrt.

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