Freiwilligendienst bei der HSG

Marlies Gehrmann (v. li.), Anneke Müller und Julia Gelhardt blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück.
Marlies Gehrmann (v. li.), Anneke Müller und Julia Gelhardt blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

shz.de von
19. Juli 2018, 13:50 Uhr

Für Anneke Müller (20) neigt sich ein sportlich sehr intensiver Lebensabschnitt dem Ende entgegen. Sie steckt derzeit in den letzten Wochen ihres Freiwilligendienstes (FWD), den sie bei der Handballspielgemeinschaft Holsteinische Schweiz (HSG) in Eutin und Malente absolviert hat.

Anfang September startete Anneke Müller ihren FWD. Als konkrete Einsatzstelle sei damals der Verein Eutin 08 ausgeschrieben worden, erinnert sich die junge Frau. Dass sie ausschließlich in der Handballabteilung, die aus drei weiteren Stammvereinen besteht, eingesetzt wird, war ihr jedoch von Anfang an klar. Schon vor ihrem Engagement spielte sie selbst in der ersten Frauenmannschaft der HSG.

„Ein FWD im Sport bot sich für mich an, da meine Ausbildung zur Industriekauffrau erst in diesem Jahr beginnt“, erklärt sie.

Ihre Hauptaufgabe im Handballverein war es, die Trainer der Jugendmannschaften sowohl im Training als auch im Spielbetrieb zu unterstützen. „Aber auch um die Organisation der Mini-Mix-Spieltage und der Turniere habe ich mich gekümmert“, sagt sie.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit gehörte zu ihren Aufgaben. Neben dem aktiven Werben um Mitglieder übernahm sie auch die Pflege der Homepage und der Facebook-Seite.

„Aktiv um Mitglieder habe ich bei Grundschul- und Kindergartenaktionstagen geworben“, erklärt Müller. Am meisten Spaß habe ihr die Arbeit in den Mannschaften gemacht. Schon nach kurzer Zeit sei sie ein Teil des Teams geworden. „Es sei schön gewesen, mit ansehen zu dürfen, wie die Kinder und Jugendlichen erkennbare Fortschritte machten“, fügt die Eutinerin hinzu.

Ihr persönliches Highlight sei jedoch die Teilnahme an der Schul- und Vereinstour des Rekordmeisters THW Kiel gewesen, so Müller. Mit einem Kurzvideo hatte sich die HSG beworben und ein Treffen mit einem Handballprofi gewonnen. René Toft Hansen besuchte den Handball-Nachwuchs einige Wochen später und verbrachte mit ihnen einen Handballnachmittag. „Alle Kinder strahlten bis über beide Ohren“, erinnert sich Müller ebenso freudestrahlend.
Neben der Arbeit im Verein war die Teilnahme an 25 Seminartagen verpflichtend. „Das mag im ersten Moment etwas öde klingen, war es jedoch nicht“, betont sie. „Tolle Momente mit den Teamern und die abschließende Präsentation der Jahresprojekte bleiben für mich unvergessen“, ist Müller sich sicher.

In ihrem Jahresprojekt kümmerte sie sich um die Nachwuchsgewinnung der HSG und organisierte Grundschul- und Kindergartenaktionstage(wir berichteten). „Das Jahresprojekt war ein voller Erfolg und es fanden viele Kinder den Weg in die Halle“, zieht sie Bilanz. Die Aktionstage werden auch in Zukunft fortgesetzt. Mit Luca Militzer konnte die HSG Holsteinische Schweiz einen junger Eutiner Handballer für sich gewinnen, der Müllers Job übernehmen wird. Für Anneke Müller beginnt mit ihrer Ausbildung Anfang September ein neuer Lebensabschnitt in Lensahn. Sie wird jedoch weiterhin in Eutin wohnen und dem Ostholsteiner Handballverein treu bleiben – dann jedoch nur noch als Spielerin.


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