Freisprechung mit Extra-Frage

Letztes Gruppenbild mit Lehrer: Die Junggesellen des Kfz-Handwerks mit ihrem Klassenlehrer  Reinhard Henß-Thamm (re.).
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Letztes Gruppenbild mit Lehrer: Die Junggesellen des Kfz-Handwerks mit ihrem Klassenlehrer Reinhard Henß-Thamm (re.).

Neun Lehrlinge des Kfz-Handwerks haben ihre Gesellenbriefe erhalten / Prüfungsausschussvorsitzender mit Ergebnissen zufrieden

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10. Juli 2014, 15:26 Uhr

Mit Bestehen der Abschlussprüfung ist alles Lernen erst einmal vorbei? Nicht so bei den Junggesellen der Kraftfahrzeuginnung Eutin. Denn die mussten bei ihrer Freisprechung noch eine letzte Frage beantworten, bevor sie dann auch wirklich ihren Gesellenbrief erhielten. Doch Fragen wie „In welchem Jahr wurde ein Reifen mit der Aufschrift 3503 produziert“ stellten für die acht Kraftfahrzeugservicemechaniker und einen Kraftfahrzeugmechatroniker kein Problem dar (Die Antwort lautet übrigens 2003, und zwar in der 35. Woche).

Wie sehr sich der Beruf des Kfz-Mechanikers in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, machte Eutins Bürgervorsteher Dieter Holst in seinem Grußwort klar. Denn sein Bruder, gelernter Autoschlosser, habe vor langer Zeit die Welt mit einem Auto erkundet, dass er aus zwei Unfallwagen zusammengebaut habe. „Heute käme so ein Auto gar nicht mehr über den TÜV“, sagte Holst. Damals sei das Innenleben eines Autos noch sehr leicht erfassbar gewesen. Inzwischen aber seien aus Autos Hi-Tech-Geräte geworden. „Die Ingenieure haben etwas auf die Räder gestellt und Sie sorgen dafür, dass es auch fährt“, fasste Holst zusammen und versicherte den Junggesellen gleichzeitig den Dank aller Autofahrer.

Die ständige Weiterentwicklung in der Automobilbranche sprach auch Frank Famulla, Obermeister der Innung für Kraftfahrzeugtechnik Eutin, an. „Es wird auch künftig immer wieder neue Techniken rund ums Automobil geben“, sagte Famulla und zielte damit besonders auf die neuen Antriebstechniken ab – für die Junggesellen nur ein Grund, auch künftig immer weiter zu lernen.

Was die Gesellen in den vergangenen Jahren bereits gelernt haben, berichtete schmunzelnd der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Reinhard Henß-Thamm. So habe etwa ein Prüfling auf die Frage, welche Auswirkungen ein verschlissener Scheibenwischer haben könne, mit
einem erhöhten Verbrauch an Wischerflüssigkeit geantwortet. Dennoch sei er mit den Prüfungsergebnissen sehr zufrieden, von ursprünglich zehn Service-Mechanikern sei nur einer durchgefallen und einer sei gar nicht erst zur Prüfung
erschienen. „Die guten Prüfungsergebnisse spiegeln auch den guten Ausbildungsstandard wider“, sagte Henß-Thamm. Innungsbester wurde Bjarne Weißenfeld.

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