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Eutin beschließt Parkkonzept : Freies Parken nur noch am Bahnhof

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Hauptausschuss will während der Landesgartenschau möglichst keine Lücken für Besucher lassen, die in der Stadt parken wollen.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Parkraumbewirtschaftung lautet das sperrige Bürokratenwort, das in der Stadt Eutin während der Landesgartenschau vor allem für Autobesitzer einer Reihe von Änderungen bringen wird. Das Ziel einer Parkregelung (wir berichteten ausführlich), die vom Hauptausschuss am Dienstag einstimmig verabschiedeten wurde, ist klar: Besucher, die mit dem Kraftfahrzeug anreisen, sollen keine Chance haben, in der Stadt in der Nähe des Gartenschaugeländes kostenlose Parkplätze zu finden, die sie den ganzen Tag blockieren können.

Im Prinzip lässt sich das von der Verwaltung vorgeschlagene und von dem Stadtvertretern mit leichten Änderungen genehmigte Prinzip so zusammen fassen: Fast alle öffentlichen Parkflächen im Stadtbereich kosten entweder Parkgebühren oder dürfen mittels Parkscheibe nur zeitlich begrenzt benutzt werden – und das nicht nur werktags, sondern sieben Tage die Woche.

Die Stellplätze in der Oldenburger Landstraße, in der Robert-Schade-Straße und auf dem Seitenstreifen am Ihlpool sollen für Anlieger reserviert werden. Die Verwaltung wird gegen eine Gebühr Ausweise ausgeben.

Damit Besucher nicht auf die Idee kommen, die Parkgebühren auf dem Großparkplatz der LGS im Gewerbegebiet zu sparen, sollen die Straßen im Gewerbegebiet hinter der Eisenbahnbrücke (hinterer Bereich Röntgenstraße, Marie-Curie-Straße und Albert-Einstein-Straße) als eingeschränkte Halteverbotszone ausgewiesen werden. Für ansässige Gewerbebetriebe soll allerdings ebenfalls per Parkausweis die Möglichkeit bestehen, dass Firmen- und Mitarbeiterfahrzeuge kostenfrei und ungestraft auf dem Seitenstreifen stehen dürfen.

Für den Jungfernstieg sah das Verwaltungskonzept vor, dass der untere Abschnitt weiter frei als Parkraum genutzt werden darf, was auch von Mitarbeitern der Kreisverwaltung genutzt wird. Sowohl Malte Tech (FWE) als auch Monika Obieray (Grüne), die beide dem Kreistag angehören, machten sich dafür stark, diese freien Parkplätze ebenfalls mit einer Parkscheibenregelung zu versehen. Das wurde im Ausschuss einstimmig genehmigt, ebenso der Antrag, dass es im Bereich des Stadtgraben-Parkplatzes auch keine freien Dauerstellplätze geben soll.

Wenn fast alle Plätze in der Stadt nur noch mit Parkschein oder Parkuhr zeitlich begrenzt werden sollen, dann vermeidet das zwar Dauerparker, die den Tag auf der LGS verbringen, und es dient Kunden der Innenstadt-Geschäfte. Aber es bereitet Menschen, die in der Stadt arbeiten, Probleme. Kostenfreie Dauerparkplätze gibt es dann nur noch an der Heinrich-Westphal-Straße und die auch für Bahnkunden sehr wichtigen Plätze in der Bahnhofstraße. Es gibt aber, wie Stadtvertreterin Monika Obieray sagte, die feste Absicht, auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes (und Bauplatz einer geplanten Sporthalle) bis zur Landesgartenschau 100 kostenfreie Stellplätze zu schaffen.

Eine klare Ausschilderung für LGS-Besucher soll dazu beitragen, dass möglichst wenig fremde Kraftfahrer erst einmal in der Stadt nach einem Parkplatz suchen. Die aus Richtung Malente und Kiel ankommenden Fahrzeuge sollen über die Südumgehung zur Abfahrt Gewerbegebiet geführt werden, wo auch die aus Richtung Ostsee kommenden Fahrer „abgefangen“ werden sollen, erläuterte LGS-Geschäftsführer Martin Klehs.

Die beste Ausschilderung wird, das lehrt die Erfahrung, aber nicht verhindern, dass es einen Parksuchverkehr geben wird. Der wird auch vor kostenfreien Parkplätzen an Supermärkten nicht Halt machen.

Die Geschäftsinhaber an der Johann-Specht-Straße wären gut beraten, dem Beispiel der Läden in der Elisabethstraße in Höhe des Bahnhofes zu folgen, sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz, und ebenfalls eine Parkscheibenregelung einzuführen, damit die Kundenplätze nicht von Dauerparkern belegt werden. „Wir werden die Geschäfte entsprechend informieren“, kündigte der Verwaltungschef an.

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