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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 15:00 Uhr

Freie Wähler bedauern den Debattenstart

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Schümann: Wehren müssen Änderungen zustimmen

„Die bisherigen Veröffentlichungen zum Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Süsel sind mehr als bedauerlich“: Mit dieser Feststellung hat sich Wolfgang Schümann, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Süsel (FWS), zu Wort gemeldet. In einer Pressemitteilung versichert er, dass die FWS eine Lösung anstrebe, die von der Gemeindewehr mitgetragen werde. Und er fordert die SPD auf, „in Sachfragen an gemeinsamen Lösungen mitzuwirken.“

Der 2009 beschlossene Feuerwehrbedarfsplan müsse nach fünf Jahren den veränderten Gegebenheiten angepasst werden, erläutert Schümann. Das geschehe derzeit in Süsel wie auch in Nachbargemeinden.

Bedauerlicherweise sei „durch übereilte Festlegungen und Stammtischgespräche“ verhindert worden, dass Machbarkeitsstudien, in denen Hilfsfristen, Standortfragen, Personalbedarf und weitere Themen berücksichtigt würden, unvoreingenommen mit den Feuerwehren erörtert werden könnten. Schümann weiter: „Für die Fraktion der FWS stelle ich fest, dass unsere Fraktion erst nach Abwägung aller Argumente ihre Entscheidungen treffen wird. Wir streben eine Lösung an, die von einer breiten Mehrheit des Gemeinderates und der Gemeindefeuerwehr getragen wird. Dabei muss im Vordergrund die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger stehen.“

Der SPD-Fraktion stellt Schümann die Frage, wann sie endlich beginnen wolle, Sachpolitik für die Einwohner der Gemeinde mitzugestalten. Nach der Wahl von Holger Reinholdt (FWS) zum Bürgermeister sei von der SPD die Kommunalaufsicht bemüht worden mit dem Ergebnis, dass alles rechtens gelaufen sei.

Beim Verkauf der Alten Schule in Süsel sei mit deutlicher Mehrheit in nichtöffentlicher Sitzung die Verfahrensweise des Bürgermeisters ausdrücklich gebilligt worden. Gegen diese Bekanntmachung aus nichtöffentlicher Sitzung sei wieder die Kommunalaufsicht bemüht worden, weil aufmerksame Leser hätten erkennen können, dass dann auch SPD-Mitglieder für den Verkauf gestimmt haben könnten.

Schüman: „Die Kommunalaufsicht wurde von der SPD nicht angerufen, als der Kaufpreis aus nichtöffentlicher Sitzung durchsickerte. Merkwürdig, wer da wohl nicht schweigen konnte?“

Schüman empfiehlt dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Albrecht Dudy, sich und seiner Fraktion klarzumachen, dass mit Holger Reinholdt ein Nachfolger von Dirk Maas (SPD) gewählt worden sei, der seine Aufgabe als Bürgermeister angenommen und bisher gut gelöst habe. „Die SPD-Fraktion wäre gut beraten, in Sachfragen an gemeinsamen Lösungen mitzuwirken und nicht den Hauptgegner im Nachfolger von Dirk Maas zu sehen und ständig die Unterstützung der Kommunalaufsicht einzufordern.“

Die Diskussion über die Struktur des Brandschutzes in der Gemeinde Süsel hatte am 30. Januar mächtig Fahrt aufgenommen, nachdem der OHA eine Pressemitteilung veröffentlicht hatte, in der
als Absender FWS und CDU standen: Darin wurde der Bau eines neuen Feuerwehrhauses und Kauf eines größeren Einsatzfahrzeuges in Bujendorf vorgeschlagen, zugleich aber als Voraussetzung dafür der Verzicht von neuen Autos für Gömnitz und Fassensdorf genannt. Dieser Vorschlag war vom Gemeindewehrführer als auch von den Wehrführern in Fassensdorf und Gömnitz mit Nachdruck kritisiert worden.

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von
erstellt am 06.Feb.2014 | 00:33 Uhr

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