Frauenhaus Ostholstein: SPD fordert mehr Kapazitäten

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14. August 2018, 11:36 Uhr

Dringenden Handlungsbedarf sieht die SPD-Kreistagsfraktion, um die Situation des Frauenhauses Ostholstein zu verbessern. „Unser Frauenhaus platzt aus allen Nähten“, kritisierte SPD-Fraktionschef Burkhard Klinke. Es könne seine Aufgaben daher nicht mehr auch nur annährend erfüllen, heißt es in einem Antrag, den die SPD für die Sitzung des Finanzausschusses am Montag, 20. August, gestellt hat. Nach einschlägigen Bedarfsberechnungen reiche die Kapazität von 15 Plätzen bei weitem nicht aus. In der Konsequenz seien mindestens 25 weitere Plätze notwendig, erklärte SPD-Fraktionschef Burkhard Klinke.

Die Folge: Im vergangenen Jahr habe das Frauenhaus 100 Frauen und 118 Kinder abweisen müssen, klagte Klinke. Der Kreis Ostholstein habe damit seine familienpolitischen Aufgaben nur eingeschränkt und damit bedauerlicherweise höchst unzulänglich wahrnehmen können.

Die SPD wünscht sich von der Kreisverwaltung einen schriftlichen Bericht, in dem Pläne und Maßnahmen erläutert werden, um grundlegende Verbesserungen besonders zum Platzangebot zu erreichen. „Dabei sollte auch auf die derzeitigen, leider in der Höhe und der Struktur allseits als unzureichend angesehenen, Finanzierungsangebote der Landesregierung zur finanziellen Förderung der Frauenhäuser eingegangen werden“, forderte Klinke. Die Frage sei, wie der Forderung der Kreise und anderer Kommunen Nachdruck verliehen werden könne, nicht nur Strukturveränderungen, sondern auch die überall im Lande notwendigen Kapazitätserweiterungen in die Landesförderung einzubeziehen.

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