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Frau raucht Marihuana mit Minderjährigem – Geldstrafe

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Sie rauchte nicht nur Marihuana, sondern zog auch noch einen 16-Jährigen in den Drogenkonsum hinein. Dafür verurteilte das Eutiner Schöffengericht gestern eine zur Tatzeit im vergangenen Sommer 21-Jährige zu 2700 Euro Geldstrafe. Strafmildernd wirkte sich die Ehrlichkeit der Arzthelferin aus. Als der Drogenkonsum am 4. August aufflog, gab sie bei der Polizei unumwunden zu, bereits zwei Mal zuvor mit dem 16-Jährigen Marihuana konsumiert zu haben.

Vor Gericht blieb die Angeklagte bei ihrer Linie und versagte sich Ausflüchte. Selbst, als Verteidiger Hans-Jürgen Wittler sie fragte, ob sie das Alter des Jugendlichen auch bei den ersten beiden Treffen schon gewusst habe, räumte sie dies sofort ein und belastete sich damit selbst. Das beeindruckte das Gericht. Der Vorsitzende Richter Otto Witt fragte Staatsanwältin Britta Berkenbusch, ob sie sich vorstellen könne, die beiden ersten Fälle einzustellen. Das sei die einzige Möglichkeit, der nicht vorbestraften Angeklagten ein Strafmaß von mehr als 90 Tagessätzen zu ersparen, das einen Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis mit sich bringen würde. Die Staatsanwältin zögerte kurz, nickte dann aber und begründete ihre Entscheidung mit der Ehrlichkeit der Angeklagten.

Zu Gunsten der jungen Frau fiel auch ins Gewicht, dass sie wegen des Drogenkonsums bereits seit acht Monaten keinen Führerschein mehr hat. „Wir gehen davon aus, dass wir Sie hier nicht wiedersehen“, gab ihr Witt bei der Urteilsverkündung mit auf den Weg.

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