Klarheit über Kosten für alle Varianten : Fraktionen fordern einstimmig vergleichbare Zahlen

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06. Februar 2019, 16:29 Uhr

Der Bürgerentscheid in Sachen Schulcampus am Kleinen See wird kommen. Das Bürgerbegehren wurde Ende vergangener Woche für zulässig erklärt. Den Fraktionen geht es nun darum, die Kosten von der Verwaltung bis zur Stadtvertretersitzung am 20. Februar ermitteln zu lassen, um vergleichen und „die Bürger informieren zu können“, sagte Schulausschussvorsitzende Monika Obieray (Grüne) Dienstagabend. Denn auch für die von CDU, Grünen und FDP geplante Gegenfrage sind vergleichbare Zahlen notwendig. CDU, Grüne und FDP stellten nach einer Unterbrechung einen gemeinsamen Antrag für drei Kostenermittlungen vor. Die Verwaltung soll zum einen die Kosten für die Umsetzung des beschlossenen Raumbuchs der Grundschule am Kleinen See inklusive des Förderzentrums und des Zentrums für geistige Entwicklung (Bad Schwartau) ohne den Sportbereich ermitteln und dem gegenüberstellen, was die Erweiterung sowie der teilweise Neubau der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule (WWS) am Standort Berg in der Elisabethstraße wie im Januar beschlossen (ebenfalls ohne Sportbereich) kosten würde. Die zweite Kostenvariante soll zeigen, was beide Schulen (WWS und GPS) als Neubau am Kleinen See ohne Sportbereich kosten. Und als dritte Variante soll Verwaltung die Kosten für das Gebäude „Dreifeldhalle“ ermitteln. Wo das Gebäude letztlich stehe, hänge von vielen Faktoren ab, so Obieray. Die DFWE, die auch eine Kostenermittlung beantragt hatte, dabei aber unter anderem den Verkaufswert des Wisser-Schul-Geländes eingepreist haben wollte, zog kurzerhand ihren Antrag zurück und entschied sich, wie die SPD auch, den Antrag von CDU, Grünen und FDP mitzutragen. „Endlich befassen sich alle mit den Kosten. Das ist eine gute Nachricht. Ich bin für das, was am besten und am billigsten ist“, sagte Sigrid Jürß (DFWE). Dass außerhalb der Kosten auch noch andere Standortvor- und Nachteile beleuchtet werden müssten, um dies beurteilen zu können, machten Matthias Rachfahl (CDU) und Annette Granzin (Grüne) deutlich. Zum Standort See gehöre dann unter anderem auch der Blick auf die Zuwegung, die derzeit Nadelöhr ist.

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