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Fracking: Anwalt soll Stellungnahme zu Öl- und Gassuche erarbeiten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 16:25 Uhr

Malente setzt alle derzeit möglichen Hebel in Bewegung, um negative Auswirkungen einer möglichen Suche nach Öl und Gas im soganannten Erlaubnisfeld Leezen auf das Gemeindegebiet zu verhindern. Eine Anwaltskanzlei soll eine Stellungnahme zum Erlaubnisantrag eines norwegischen Unternehmen erarbeiten, die an den Kreis Ostholstein weitergeleitet werden soll, beschloss der Planungsausschuss. Zwar hatte es zuvor noch eine Diskussion gegeben, ob die Ausgabe von 1000 Euro für die Kanzlei wirklich sinnvoll sei, der Beschluss fiel dann aber dennoch einstimmig. Der Anwalt sei zugleich Physiker und sei deshalb für diese Aufgabe besonders qualifiziert, erläuterte Bauamtsleiterin Britta Deubel.

Außerdem empfiehlt der Ausschuss der Gemeindevertretung, eine Resolution zu beschließen. Darin soll die Landesregierung aufgefordert werden, die für den Antrag zuständige Bergbehörde in Clausthal-Zellerfeld in Niedersachsen anzuweisen, Anträge auf Erkundung von und Förderung aus unkonventionellen Erdgaslagerstätten per Fracking in Malente und im Kreis Ostholstein bis auf weiteres abzulehnen. Außerdem müsse auf Landes- und Bundesebene eine politische Diskussion geführt werden, um die Beteiligungsrechte der betroffenen Bürger zu sichern und die Verpflichtung einer Umweltverträglichkeitsprüfung einzuführen sowie das Bergrecht dahingehend zu ändern.

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