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Aus dem Musée des Impressionnismes Giverny : Fotografien zeigen Monets Gärten in einem neuen Licht

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das Eutiner Schloss importiert zur Landesgartenschau eine Ausstellung, die 2015 in Frankreich gezeigt wurde.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2016 | 18:13 Uhr

Eigentlich schwebte Caroline Herzogin von Oldenburg vor, im Eutiner Schloss während der Landesgartenschau eine Sonderausstellung mit Bildern des Impressionisten Claude Monet zu zeigen. Sie trug den Gedanken an Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor der Hamburger Kunsthalle, heran, der die Neuausrichtung der Schlossausstellung beratend begleitete. Doch Gaßner winkte ab. Angesichts der Millionenwerte wäre eine Monet-Ausstellung in Eutin nicht zu verwirklichen.

Das Werk Claude Monets wird zur Gartenschau trotzdem sehr präsent sein. Denn Gaßner stieß auf eine Ausstellung des Musée des Impressionnismes Giverny. Es zeigte im vergangenen Jahr zeitgenössische Fotografien fünf internationaler Künstler, die ungewöhnliche Blickwinkel auf die Gärten Claude Monets eröffnen. Gaßner gewann die Ausstellung für Eutin, wo sie – aus Platzgründen leicht verkleinert – unter dem Titel „Monets Gärten. Zeitgenössische Fotografien“ gezeigt werden soll. Gestern Abend erläuterte Gaßner das Vorhaben gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Stiftung Schloss Eutin, Friederike von Cossel, dem Leiter des Musée des Impressionnismes Giverny, Frédéric Frank, und Schloss-Kuratorin Susanne Petersen.

„Ich finde, dass die Ausstellung viel besser hierher passt als eine Ausstellung von Gemälden“, unterstrich Gaßner den Bezug zur Landesgartenschau. Der unter Monets Regie von 1890 bis zu seinem Tod 1926 geschaffene Garten in Giverny – 65 Kilometer nordwestlich von Paris in der Normandie gelegen – sei die weltweit meistbesuchte Gartenanlage. Die Fotografien von Darren Almond, Elger Esser, Henri Foucault, Bernard Plossu und Stephen Shore zeigten den Garten nicht als historisches Artefakt, sondern als Inspirationsquelle, betonte Friederike von Cossel. „Die Brechung der Lieblichkeit, das ist meines Erachtens der große Glücksgriff.“

Rund 52 000 Besucher hätten die Ausstellung in Giverny besucht, sagte Frédéric Frank. Ziel des Museums bei der Konzeption sei gewesen, sich für gegenwärtige Künstler zu öffnen. Sie zeigten keine stereotypen Interpretationen der Gärten Monets, sondern eröffneten facettenreiche, zeitgenössische und originäre Sichtweisen auf das vermeintlich so bekannte Motiv.

Der Engländer Darren Almond fotografierte Monets Gärten bei Vollmond und im Morgengrauen. Elger Esser aus Düsseldorf fertigte Ansichten des Wassergartens bei Nacht und in der Dämmerung per Langzeitbelichtung an. Der Franzose Henri Foucault schuf mittels Mehrfachbelichtung fotografische Skulpturen, die Bewegung der Pflanze im Wind nachzuempfinden scheinen. Eine melancholisch-leichte Atmosphäre verströmen die Fotos des Franzosen Bernard Plossu. Der Amerikaner Stephen Shore kam bereits 1977 nach Giverny, um die Wiederherstellung der Gärten zu dokumentieren.

> Nach der Eröffnung am 21. April wird die Sonderausstellung vom 22. bis 27. April freitags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr und vom 28. April bis zum 21. August täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein.

 

 

 

 

 

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