Landesgartenschau 2016 : Förderverein fühlt sich nicht gehört

Die Eutiner Stadtbucht spielt bei den Planungen zur Landesgartenschau 2016 eine wichtige Rolle.
Die Eutiner Stadtbucht spielt bei den Planungen zur Landesgartenschau 2016 eine wichtige Rolle.

Vorstand klagt, dass Interessen der Bürger zu wenig berücksichtigt werden.

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15. Juni 2014, 17:23 Uhr

In zwei Jahren will sich Eutin mit einer Landesgartenschau präsentieren. Auf dem Weg dahin sind offenbar noch viele Abstimmungen und Diskussionen erforderlich. Die Zeit drängt. Schelte gibt es jetzt vom Förderverein Landesgartenschau Eutin 2016 e.V.. Für den Vorstand klagte Jürgen Bröker-Wolf in einem offenen Brief, dass es zu keinen Annäherungen mit der Landesgartenschau GmbH bei „vitalen Interessen der Mitglieder des Fördervereins und vieler Bürger kommt“.

„Der Förderverein der Landesgartenschau ist gegründet worden, um die Landesgartenschau nach Kräften zu unterstützen und zu fördern“, schreibt Bröker-Wolf. Der Verein verstehe sich als permanentes Forum für die Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit. Anregungen, Wünsche und Vorschläge der Bevölkerung werden gebündelt und bei monatlichen Treffen mit den Verantwortlichen bei der Landesgartenschau GmbH thematisiert. Es sei klar, dass es hier zu unterschiedlichen Auffassungen komme. Doch Annäherungen bei Vorschlägen des Fördervereins habe es bisher noch nicht gegeben.

„Es sind im Wesentlichen zwei Bereiche, die uns immer wieder genannt werden und deren geplante Um- und Neugestaltung für Unverständnis und Unmut sorgen“, sagte Bröker-Wolf. Bei der Umgestaltung der Stadtbucht befürchtet der Verein eine vollständige Versiegelung zu einem eckigen, streng geometrischen Platz mit leblosen Steinplatten. Hier sollten bei Verzicht auf naturnahe, wassergebundene Bereiche unterschiedliche Bodenbeläge und Pflastermuster den Platz untergliedern. Der jetzige, geschwungene buchttypische Charakter des Uferbereichs sollte erhalten bleiben.

Bei der Umgestaltung des Seeparks kritisiert der Verein den geplanten Beton-Belag. Jürgen Bröker-Wolf: „Hier wünschen sich die Bürger einen Belag, der eher einem Park zugeordnet werden kann und nicht einer Autobahn.“ Unterschiedliche Bodenbeläge und Pflasterungen sollten den Eindruck lebloser Betonbahnen vermeiden.

Weiterhin wird vielfach der Wunsch nach einer großen, modernen Spielplatzanlage im Bereich der Restauration im Seepark geäußert. Bröker-Wolf: „Der Vorstand des Fördervereins unterstützt die Bedenken und Anregungen der Bürger ausdrücklich und appelliert an die Verantwortlichen der Landesgartenschau GmbH und der politischen Gremien der Stadt Eutin, die jetzigen Planungen im Sinne des erklärten Bürgerwillens zu überdenken.“

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