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Förderschüler konnten tief in die Berufswelt eintauchen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 06.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Ein bundesweit einmaliges Projekt für Jugendliche mit Förderbedarf hat es auf dem Koppelsberg gegeben. 48 Förderschüler hatten bei insgesamt vier Camps die Gelegenheit, sich intensiv mit Berufen auseinander zu setzen.

Die Idee hatte der Berufsberater Kevin Huhs von der Kieler Arbeitsangentur. Seine Erfahrung sagt, dass viele Förderschüler weiter zur Schule gehen und den Hauptschulabschluss machen wollen. Aber im Grunde hätten sie meistens gar keine Lust, weiter die Schulbank zu drücken.

Vielen sei nicht bekannt, dass man mit einer staatlich anerkannten zweijährigen Ausbildung – beispielsweise zum Beikoch – gleichzeitig den Hauptschulabschluss erwerbe. Den Jugendlichen seien meistens auch die Berufe unbekannt, die sie mit dem Förderschulabschluss ergreifen könnten.

Vor diesem Hintergrund wurden 48 Förderschüler auf dem Koppelsberg intensiv informiert, begleitet durch die Berufsberater Hannes Runkler und Kevin Huhs. Dabei konnten sie aus elf Berufsfeldern drei Wünsche nennen. Daraus ergaben sich acht Berufsfelder, die während den vier Camps angeboten wurden. Dabei verbrachten die Teilnehmer mehrere Stunden in den Berufsfeldern; zum Beispiel lernten sie in einem Ausbildungsrestaurant in Preetz, wie man einen Tisch deckt oder einen Cocktail mixt.

Im Vordergrund der Camps habe gestanden, für Berufe zu werben, die die Jugendlichen auch tatsächlich nach ihrer Schule ausüben können, sagte der Chef der Kieler Agentur, Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann. Durch die Betreuung der jungen Menschen vor Ort werde eine vertrauensvolle Basis geschaffen, die Jugendlichen und Berufsberatern bei der gemeinsamen Suche nach Ausbildungsmöglichkeiten helfe.

Die vier Camps sind mittlerweile beendet. Eine Abschlussveranstaltung mit allen Schülern und einer berufsorientierenden Veranstaltung für Eltern ist morgen auf dem Koppelsberg.

Neben den beruflichen Teilen enthielten die Camps auch erlebnispädagogische Anteile am späten Nachmittag und Abend wie Floßbau und Grillen. Wenn die Finanzierung für 2014 klappe, werde es eine Neuauflage geben. Die Camps kosteten rund 35 000 Euro.

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