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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 00:56 Uhr

Fördermittel sind zentrales Thema

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Beim Kreissportverbandstag betont der Vorsitzende Rolf Röhling den erhöhten Finanzbedarf des Sports im Kreis Ostholstein

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 19:46 Uhr

Auf dem Verbandstag des Kreissportverbandes Ostholstein wurde der 1. Vorsitzende Rolf Röhling in seinem Amt wiedergewählt. Röhling wurde zudem erneut als Pressewart bestätigt. Die 86 Stimmberechtigten von insgesamt 111 Teilnehmern waren mit der Vorstandsarbeit sehr zufrieden. Wolfgang Ruge wurde als Sportwart ebenso wie Günter Frentz als Obmann für das Ablegen des Deutschen Sportabzeichens wiedergewählt. Für den ausgeschiedenen Götz Haß wählten die Mitglieder die Frauenbeauftragte Jutta Voigt zur 3. Vorsitzenden. Seit April ist Timo Stich bereits Vorsitzender der Sportjugend. Er wurde von der Versammlung bestätigt.

Sein Vorgänger René Tacken erhielt eine Ehrung und ein Geschenk für sein langjähriges Engagement in der Sportjugend. Der ausgeschiedene 3. Vorsitzende Götz Haß konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich die Ehrung zum Ehrenvorstandsmitglied entgegennehmen, doch das soll nachgeholt werden. Adolf Evers aus Lensahn erhielt für seine Tätigkeit als 2. Vorsitzender des Keglervereins Lensahn die KSV-Verdienstnadel. Die Ehrennadel in Silber erhielt ein Trio des Kabelhorst-Schwienkuhler SC: Axel Rohde als Vorsitzender, Sven Prüss als Schriftwart und Bernd Kripke als Fußball- und Schiedsrichterobmann. Die KSV-Ehrennadel in Gold wurde Holger Bumann aus Malente für seine Verdienste als langjähriges Vorstandsmitglied des Kreiskeglerverbandes Ostholstein zuteil.

Prominenz aus Sport und Politik besuchte den Verbandstag, so auch Hans-Ingo Gerwanski von der Sparkasse Holstein und der Sparkassen Stiftung. Die Sparkasse ist mit 83  400 Euro neben dem Kreis der größte Förderer des Kreissportverbandes.

Landrat Reinhard Sager bekräftigte die Bedeutung des Sports für Ostholstein: „Wir sind uns der besonderen Bedeutung und der gesellschaftlichen Verantwortung des Sports bewusst. Der Kreis hat im letzten Jahr die stolze Summe von über 200  000 Euro an Fördergeldern investiert.“ Anfang des Jahres hat der Verband dem Landrat das Sportstättenkataster überreicht. Der Landrat schlug vor, mit Kreditinstituten zu sprechen, um einen Sonderfonds für die Sanierung und den Bau von Sportstätten zu errichten.

Hans-Jakob Tiessen erhielt sowohl von Reinhard Sager, als auch von Rolf Röhling viel Lob für seine beharrliche Forderung nach mehr Geld für den Sport in Schleswig-Holstein. Der Präsident des Landessportverbandes lobte den KSV Ostholstein für seine vorbildliche Integration von Migranten in den Vereinen und dankte für das ehrenamtliche Engagement, auch bei der Aktion Deutsches Sportabzeichen.

„Wir arbeiten derzeit an einer Studie, die aufzeigt, dass der Sport in Schleswig-Holstein auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Gerade mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder ist es wichtig, den Sport angemessen finanziell zu fördern“, stellte Tiessen fest. Der KSV zählte zum Jahresanfang 58  581 Mitglieder, das ist ein Zuwachs von 385 Personen. Der wiedergewählte Vorsitzende Rolf Röhling sagte in seiner Rede, dass der Sport zu wenig finanzielle Förderung erhält. „Das Land Schleswig-Holstein steht bundesweit an letzter Stelle der Fördergelder pro Kopf. Ich weise auf die Sanierung der vielen Sportstätten hin. Uns wurde zugesagt, dass in den kommenden Jahren auch immer mehr Geld für den Sport zur Verfügung gestellt werden muss. Wenn die Förderung trotzdem so schmal gehalten wird wie in den letzten Jahrzehnten, kann es immer wieder vorkommen, dass erfolgreiche Sportler auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen sind. So bekam ein Leichtathlet aus Bosau erst nach einer Spendenaktion genügend Stabhochsprungstäbe für seine Teilnahme an der Europameisterschaft. „Es kam das nötige Geld zusammen, doch so etwas darf sich in Zukunft nicht wiederholen. Die finanzielle Förderung ist eine Staatsaufgabe“, sagte Röhling, der aber ausdrücklich die harmonische Zusammenarbeit mit dem Landrat unterstrich.

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