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Ostholstein : Fördermillionen für das schnelle Internet

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein hofft auf bis zu 30 Millionen Euro aus Bundesmitteln für ihr Breitband-Projekt.

shz.de von
erstellt am 03.Nov.2015 | 16:47 Uhr

Eutin | Der im Kreis Ostholstein geplante flächendeckende Breitband-Ausbau könnte für die Kommunen günstiger werden als geplant. „Wir hoffen auf Fördermittel in Höhe von 20 bis 30 Millionen Euro“, sagte der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (Egoh), Claus-Peter Matthiensen, mit Blick auf ein Förderprogramm, dem Ende Oktober das Bundeskabinett zugestimmt hatte. Dort sind bundesweit rund zwei Milliarden Euro für Planung und Bau schneller Internetverbindungen vorgesehen.

Die Egoh, die das auf 260 Millionen Euro taxierte Projekt in Ostholstein seit Monaten vorantreibt, passt ihre Planungen seit Bekanntwerden der Kabinettsentscheidung mit Hochdruck an die Förderbedingungen an. Bislang sollten die beteiligten Kommunen in sieben Bereiche, sogenannte Cluster, zusammengefasst werden, um in jedem Jahr ein Cluster mit Glasfaser zu versorgen, erläuterte Matthiensen. Nun wolle man drei große Bereiche bilden, die im besten Fall jeweils mit bis zu 15 Millionen Euro gefördert werden könnten.

Hintergrund der Umplanungen ist eine Befristung durch den Bund. Projekte, die bis Ende 2018 abgeschlossen werden, sollen bevorzugt gefördert werden. Ein sportliches Ziel: „Dafür müssen auch genügend Tiefbauunternehmen bereitstehen und genügend Glasfaser auf dem Markt verfügbar sein“, sagte Matthiensen. Allerdings glaubt der Egoh-Chef, dass die Befristung eine politische Aussage ist, die noch relativiert wird.

Die Bundesförderung kam überraschend. „Vor einem halben Jahr hat niemand damit gerechnet, da waren alle ziemlich pessimistisch“, sagte Matthiensen. Die dadurch ausgelösten Anpassungen sorgen nun erst einmal für Verzögerungen. Die für die Projektumsetzung beim Zweckverband Ostholstein (ZVO) geplante Breitband-Sparte wird jetzt erst im ersten Quartal 2016 und nicht mehr in diesem Jahr gegründet. Das Gesamtprojekt solle sich aber nicht verzögern, betonte Matthiensen. „Die technischen Vorplanungen wie Markterkundungen und Ausschreibungen laufen parallel weiter.“

In den vergangenen Monaten hätten fast alle Kommunen signalisiert, dass sie beim Breitband-Ausbau dabei seien und die Startkosten von insgesamt einer Million Euro schultern wollen. Lediglich bei drei Gemeinden aus dem Amt Lensahn wartet die Egoh noch auf ein positives Signal. Nicht dabei sein werden Eutin, Timmendorfer Strand, Bad Schwartau und Neustadt, wo der Breitband-Ausbau anders bewerkstelligt werden soll.
 

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