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Flüchtlinge wünschen mehr Sprachunterricht und Kontakte

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mehr Deutsch-Unterricht. Mehr Kontakte. Und Arbeit und damit auch mehr Möglichkeiten, erworbene Sprachkenntnisse auch anwenden zu können. Diese Wünsche erfuhren Astrid Damerow, Flüchtlings- und Integrationspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, und der Plöner Landtagskollege Peter Sönnichsen bei einer Reise zu drei Stellen im Kreis Plön unter dem Aspekt der Flüchtlingsbetreuung.

Nach einem Gespräch mit Landrätin Stephanie Ladwig über die aktuelle Situation der Flüchtlinge im Kreis und die Erwartungen der Kommunen an die Landesregierung gab es einen Besuch in der Gemeinschaftsunterkunft des Kreises in Plön.

Nach einem Rundgang habe es eine sehr offene Gesprächsrunde mit Bewohnern gegeben, berichtete Sönnichsen. „Die gut ausgebildeten und hoch motivierten Menschen aus verschiedensten Herkunftsländern leben auf bewunderswerte Weise zusammen“, stellte Astrid Damerow fest. Das Konzept des Kreises für die Gemeinschaftsunterkunft habe sich bewährt, sagte Landrätin Ladwig, und Peter Sönnichsen sprach davon, dass „uns in diesem Hause eine großartige Willkommmenskultur entgegengebracht wurde.“

Wegen der aktuellen hohen Flüchtlingszahlen könnten aber nicht alle neu Ankommenden in der Gemeinschaftsunterkunft untergebracht werden und würden direkt in Gemeinden weitergeleitet. Damerow: „Die Ankündigungen des Flüchtlingsgipfels der Landesregierung im Mai 2015 sahen noch den Verzicht auf Gemeinschaftsunterkünfte vor. Das muss revidiert werden, diese sind sinnvoll gerade im Sinne der Integration.“

Beim TSV Plön informierten sich die beiden Abgeordneten über die seit Jahrzehnten praktizierte Philosophie der Integration durch Sport besonders der Sparte Boxen, die Hans Korth erläuterte. Nahezu alle Sportler hätten ihren Weg im Beruf gemacht, seien ehrenamtlich in vielfältigen Bereichen tätig und viele selbst als Betreuer der nächsten Generation engagiert.

In Wankendorf rundeten der Besuch einer Deutschstunde mit 16 Teilnehmer aus fünf Nationen und ein Gespräch mit Sprachpaten das Reiseprogramm der beiden CDU-Vertreter ab. Trotz stetem Wechsel durch Zuzug neuer Flüchtlinge und Fortzug anerkannter Flüchtlinge sei die erfolgreiche Sprachausbildung hör-, die Freunde daran sichtbar, sagte Sönnichsen. Gelobt wurde eine gute Kooperation aller örtlichen Beteiligten: Die VHS biete Sprachkurse an, Paten der Flüchtlingshilfe Wankendorf ergänzten die Arbeit durch Begleitung der Flüchtlinge im Alltag oder im wöchentlichen Flüchtlings-Café. „Die Aufgaben werden noch zunehmen. Ich sehe im Kreis Plön, seinen Gemeinden, den Vereinen und dem Ehrenamt aber einen großen Willen, sich diesen Aufgaben zu stellen“, zog Damerow ein Resümee.

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erstellt am 14.Sep.2015 | 15:20 Uhr

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