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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 06:11 Uhr

Flüchtlinge und Wahl Themen bei Empfang

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rund 250 Gäste kamen zum Neujahrsempfang, zu dem Stadt und MUS eingeladen hatten / Plön feiert 2016 zwei Jubiläen / Soldaten haben 41-Stunden-Woche

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Es wird das Top-Thema aller Neujahrsempfänge 2016 sein: Die Herausforderung, die die Kommunen im vergangenen Jahr meistern mussten, um die dreistelligen Zahlen an Flüchtlingen unterzubringen. Auch beim Plöner Neujahrsempfang, zu der Stadt und Marineunteroffiziersschule (MUS) gestern Vormittag geladen hatten, dominierte das Lob an die Ehrenamtler, „ohne die eine solche Herausforderung nicht zu meistern wäre“ (Bürgermeister Jens Paustian) die Redebeiträge.

Von Plöns zugewiesener Quote (197) in 2015 wurden bisher 95 Personen aufgenommen und untergebracht. Paustian nutzte den Neujahrsempfang, um an die rund 250 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Rettungsdiensten, Ehrenamtlern und Geschäftswelt zu appellieren, jeden verfügbaren Wohnraum zu melden, „damit wir den Menschen helfen können“. Paustian: „Merkels Zitat ‚Wir schaffen das!‘ muss auf allen Ebenen gelebt werden. Mein Hoffen ist, dass uns die zugesagten Gelder des Bundes auch erreichen, sonst fehlen sie am Ende in unserer Kasse für eigene Investitions- und Sanierungsmaßnahmen.“ Und davon habe Plön 2016 einiges vor: Neben notwendigen Straßenbauprojekten soll im Gerberhof neuer Wohnraum entstehen. „Das müssen wir dringend vorantreiben“, so Paustian. Er machte mit Blick auf die kommende Bürgermeisterwahl im Sommer deutlich, dass er entgegen aller Gerüchte – „trotz mancher Widrigkeiten“ – immer noch sehr viel Lust auf das Amt habe.

Matthias Kähler, Kommandeur der MUS, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt: „Das ist auch in diesem Jahr unser Ziel und wir müssen schauen, wie wir unser öffentliches Engagement künftig unter den neuen gesetzlichen Voraussetzungen beibehalten können.“ Mit Jahresbeginn wurde für Soldaten laut Kähler eine 41-Stunden-Woche eingeführt. „Dienstzeit, die wir verwenden, wenn wir hier beim Neujahrsempfang, dem Stadtbuchtfest oder bei Wohltätigkeitskonzerten helfen, müssen wir den Soldaten in echter Zeit zurückgeben.“ Um das zu schaffen, sei den Soldaten ein Stück mehr Eigenverantwortung übertragen worden. Kähler: „Heute beginnt der Dienst erst vor dem Hörsaal, nicht schon beim Wecken.“

Die Flüchtlingskrise betrifft auch die Marine, so Kähler. Derzeit sind Soldaten im Mittelmeer, in Afghanistan und am persischen Golf im Einsatz, außerdem unterstützen sie bei der Registrierung der Flüchtlinge. Was ist 2016 bei der MUS geplant? Kähler: „Wir wollen unser Schwimmbad wieder eröffnen, um das Schwimmtraining für die Streitkräfte anzubieten.“ Große Bauprojekte sind erst für 2017 geplant.

Grund zum Feiern gibt es in Plön auch: In diesem Jahr hat das Stadtbuchtfest (zehn Jahre) und das Jazz-Festival (25) Jubiläum.

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