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„Flüchtlinge sind Bereicherung, nicht Belastung“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2017 | 16:25 Uhr

Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Ehrenamt, Migration, Flüchtlinge und Integration begrüßte der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates, Wilfried Lühr, kürzlich im Kreishaus in Eutin zahlreiche Gäste. Die Vorträge der drei Referenten wurden mit großem Interesse verfolgt. Leider konnte die Migrationsbeauftragte des Bundes, Aydan Özugus, ihre zugesagte Teilnahme nicht einhalten, so Lühr. Für sie sprach ihr Referatsleiter, Dr. Michael Maschke. Er gab Einblicke in die Arbeitsfelder und Tätigkeitsbereiche der Migrationsbeauftragten, stellte die Entwicklung der Flüchtlingssituation dar und gab einen Zukunftsausblick. Der Bund werde zusätzliche Mittel für Förderungen im Bereich Sport, Schutz von Mädchen und Frauen und für das Ehren-amt bereitstellen, sagte Maschke.

Seit dem 1. Mai 2015 ist Uwe Wille Migrationsmanager beim Kreis Ostholstein. Neben der Zusammenarbeit und dem Informationsaustausch mit den kreisangehörigen Kommunen zu Grundsatzfragen der integrationsorientierten Aufnahme von Asylsuchenden gehört zu dieser Aufgabe auch die Zusammenarbeit mit allen Migrationsfachdiensten, den Integrations- und Sprachkursträgern und dem Jobcenter Ostholstein. Wille kündigte die Einrichtung einer neuen Anlaufstelle zur Unterstützung der ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer im April dieses Jahres an.

Stefan Schmidt, dem ehrenamtlich Tätigen Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein, referierte nachfolgend über die Arbeit mit Migranten. Die neuen Bürger seien eine Bereicherung und nicht Belastung. „Aber erst, wenn die Familien nachkommen dürften, sei Integration möglich“, sagte Schmidt.

Das Land könne stolz auf seine ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und deren Engagement sein, hob Dörte Peters vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein hervor. Ganz besonders dankte sie allen erschienenen Ehrenamtlern. Bedauerlicherweise sinke jedoch die Durchhaltekraft und der anfängliche Schwung würde deutlich abflachen, so Peters weiter. Die Flüchtlinge der ersten Tage seien im Asylverfahren. So bedürfe es neuer Strukturen, Anlaufstellen und Unterstützung seitens des Staates. Sie begrüße daher die Einrichtung der neuen Anlaufstelle beim Kreis Ostholstein.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, welche Fragestellungen die Anwesenden bewegten, angefangen bei teils katastrophalen Wohnsituationen, der Anerkennung von Ausbildungsnachweisen, fehlender Berater für Einzelfälle bis hin zu der stets auftretenden Sprachproblematik.

Die Resonanz auf die Veranstaltung war durchweg positiv. Die Möglichkeit der Information und des Austauschs zu diesen Themen auf dieser Ebene wurde von allen Teilnehmern sehr begrüßt. Sie nahmen die Hoffnung auf baldige Klärung der gestellten Fragen und Problemstellungen auf höchster Ebene mit.

Weitere Infos zum Thema gibt es

unter www.kreis-oh.de/Migration.


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