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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 07:41 Uhr

Flüchtlinge medizinisch gut versorgt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

840 Menschen haben die Sana-Kliniken in der Kaserne in Putlos untersucht – ihre Bilanz fällt positiv aus / Hebammensprechstunde vor Ort

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 12:08 Uhr

Die Sana Kliniken Ostholstein haben jetzt nach gut vier Wochen in der Bundeswehr-Kaserne in Putlos bei Oldenburg die gesetzlich vorgeschriebene Erstuntersuchung von rund 840 Flüchtlingen abgeschlossen, darunter waren 190 Kinder.

Ärzte, Pflegepersonal, Dolmetscher und weitere Mitarbeiter haben zudem die Frauen, Männer und Kinder dort in einer Notfallsprechstunde medizinisch versorgt. Neben den Sana Kliniken Ostholstein hilft auch die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) bei der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge in Putlos. Sie organisiert mit Unterstützung mehrerer Ärzte aus der Region die allgemeinmedizinische Betreuung der Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung. An drei Nachmittagen in der Woche findet jeweils eine Stunde eine hausärztliche Sprechstunde statt, die von Flüchtlingen im Krankheitsfall in Anspruch genommen werden kann. Außerdem gibt es jetzt eine regelmäßige Sprechstunde für die Flüchtlingskinder, die künftig einmal in der Woche angeboten wird.

„Die gesamte medizinische Betreuung der Flüchtlinge in der Kaserne durch uns, sowohl die Erstuntersuchung als auch die ambulante Notfallsprechstunde, wurde von den Flüchtlingen sehr gut angenommen“, sagte André Stoschus, Geschäftsführer der Sana Kliniken Ostholstein GmbH. „Wir danken allen, die sich dort so intensiv engagiert haben, insbesondere den ehemaligen und aktiven niedergelassenen Ärzten.“

Der Gesundheits-Check bei der gesetzlich vorgeschriebenen Erstuntersuchung von Flüchtlingen besteht in der Regel aus einer allgemeinen körperlichen Untersuchung, einer Röntgenuntersuchung der Atmungsorgane sowie einer Blutuntersuchung. Zusätzlich wurden Kinder bei Bedarf geimpft. Jeweils von 12.30 Uhr bis 16 Uhr wurde wochentags die Erstuntersuchung der Flüchtlinge vorgenommen. „Aufgrund der sehr kurzen Vorbereitungszeit war das eine logistische Herausforderung“, so eine Klinik-Sprecherin.

Auch eine Notfallsprechstunde wurde eingerichtet. Dort betreuten Ärzte und Pflegepersonal Kinder wie Erwachsene ambulant, speziell für die Erkrankungen der Kinder standen Kinderärzte zur Verfügung. Die Mediziner behandelten im Rahmen dieser Ambulanz-Sprechstunde unter anderem jahreszeitübliche Infekte mit den Begleiterscheinungen wie Schnupfen, Husten, Hals- und Ohrenschmerzen, aber auch Wundverletzungen, akute und chronische Erkrankungen sowie Infektionen. Sie organisierten unter anderem notwendige Termine bei niedergelassenen Fachärzten. Hebammen richteten innerhalb kurzer Zeit eine Hebammensprechstunde für schwangere Frauen ein. Viele dieser Frauen hatten noch keine Mutterschaftsvorsorge und waren dankbar für dieses Angebot. Die Hebammensprechstunde bleibt weiter bestehen, dreimal in der Woche für Vor- und Nachsorge der Schwangeren. Mehrere Schwangere wurden in die Sana-Klinik Eutin gebracht, zwei Frauen haben inzwischen entbunden, ihnen und den Kindern geht es gut.

Die Sana-Mitarbeiter halfen auch in anderer Mission mit: Sie spendeten Kleidung, Spielzeug, Teddybären und andere Dinge für die Flüchtlinge in Putlos. Sollten weitere neue Flüchtlinge ankommen, stehen die Sana Kliniken Ostholstein für die Erstuntersuchung auch künftig unterstützend zur Verfügung.

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