Frontex : Flüchtlinge im Mittelmeer: Polizisten aus Neustadt in Holstein beginnen Einsatz

Die 'Uckermark' und die 'Börde' sind für drei Monate in Vathy/ Samos stationiert und unterstützen dort die griechische Küstenwache
Die "Uckermark" und die "Börde" sind für drei Monate in Vathy/ Samos stationiert und unterstützen dort die griechische Küstenwache

30 Polizisten aus Norddeutschland unterstützen die griechische Küstenwache. Zu ihren Aufgaben gehört es, Schleuser zu jagen.

shz.de von
01. März 2016, 16:10 Uhr

Samos | Zwei Boote der Bundespolizei sind am Dienstagmorgen erstmals von der griechischen Insel Samos aus in See gestochen. Im Rahmen des Einsatzes der europäischen Grenzschutzagentur Frontex werden sie die griechische Küstenwache in der Ost-Ägäis bei der Überwachung der griechischen Seegrenze unterstützen.

Die beiden Streifenboote „Uckermark“ und „Börde“ und das Team von insgesamt 30 deutschen Polizisten aus Neustadt in Holstein, Warnemünde und Cuxhaven werden zunächst für drei Monate vor Ort bleiben. „Unser Auftrag lautet, die Seegrenze zwischen Griechenland und der Türkei zu überwachen. Wir wurden von Frontex angefordert und fahren unter der Befehlsgewalt der griechischen Küstenwache“, sagte Einsatzleiter Frank Rogatty.

Zu den Aufgaben der deutschen Polizisten gehöre es nicht nur, Streife zu fahren und das Seegebiet zu kontrollieren, sondern auch Schleuser zu entdecken und festzunehmen. Zu den Aufgaben gehört auch, Menschen in Seenot zu retten. Allein in diesem Jahr sind bisher nach UN-Angaben 130.000 Menschen über das Meer gekommen, über 400 kamen dabei ums Leben oder werden vermisst.

Die beiden Boote sind darauf ausgelegt, zusätzlich zur Besatzung bis zu 20 Leute aufzunehmen, doch bei Seenot fliegen als erstes die Regularien über Bord. In den Flüchtlings-Schlauchbooten drängen sich oft bis zu 45 Leute. „Wir lassen niemanden zurück“, sagt Rogatty.

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