Wohnen auf dem Wasser : „Floating homes“ auf dem Großen Plöner See?

Ein Investor hat Interesse, „Floating homes“ am Ufer des Großen Plöner Sees zu platzieren.
Ein Investor hat Interesse, „Floating homes“ am Ufer des Großen Plöner Sees zu platzieren.

Ein Investor steht bereit. Jetzt prüft die Politik, ob man künftig auch auf dem Plöner See wohnen kann.

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22. Juli 2018, 17:29 Uhr

Plön | Eine neue Art des Wohnens nicht am, sondern auf dem Wasser, könnte bald in Plön Einzug halten. „Floating homes“ heißt das Prinzip einer Firma aus Verden, nach dem Wohneinheiten direkt auf dem Wasser am Ufer des Großen Plöner Sees gebaut werden könnten. Beispiele gibt es bereits in der Region in Großenbrode oder im Ancora Hafen
an der Ostsee in Neustadt.

Es gibt sieben verschiedene Haustypen: Im Erdgeschoss werden zum Beispiel 45 Quadratmeter Wohnfläche mit Fußbodenheizung unter dem Eichenparkett angeboten. Dazu kommt eine Terrasse auf dem Stahlbetonponton direkt auf dem Großen Plöner See. Das Obergeschoss bietet auf Wunsch 80 Quadratmeter Wohnfläche mit Blick auf das Wasser. Die Raumaufteilung wird den Wünschen des Bauherrn angepasst. Eine Dachterrasse aus Bankirai-Holz ist das Highlight des Floating homes.

Geräumig ist es in den „Floating homes“ offenbar.
„Floating homes“
Geräumig ist es in den „Floating homes“ offenbar.
 

Bis nach der Sommerpause will sich Politik mit dem Thema der „Floating homes“ in Plön befassen, der neuen Art des Wohnens auf dem Wasser. Ein Investor hatte bei der Stadt angefragt und könnte in einem zweiten Schritt, falls die Hausboote auf Interesse stoßen, im Ausschuss sein Projekt vorstellen.

Doch Teamleiter Wolfgang Homeyer will zunächst die Rahmenbedingungen klären, unter anderem, wo es mögliche Standorte in Plön für Hausboote gibt. Stephanie Meyer (Grüne) machte sich Gedanken um Wasser, Abwasser und Strom. Fraktionskollegin Sabine Kauf nannte es einen Albtraum, die paar Meter freies Ufer mit „Floating homes“ zuzubauen. Ingo Buth (SPD) fand es auf den ersten Blick eine gute Idee. Umweltschutzbeauftragter Achim Kuhnt meinte, ihm falle auf Schlag in Plön kein geeigneter Bereich ein. Für Kanäle und Grachten fände er die Idee spannend, nicht für das naturnahe Plön.

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