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Flächenmanagement: Grüne fordern schnelle Umsetzung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 20.Jan.2016 | 15:32 Uhr

Wertvolle Naturflächen sichern und zu einem Biotopverbund vernetzen. Das ist nach Darstellung der Landtagsabgeordneten Marlies Fritzen das zentrale Ziel des neuen Landesnaturschutzgesetzes. Und es ist das Ziel, das mit dem Projekt „Ausgleichsmanagement mit Wirkungskontrolle“ in Ostholstein verfolgt wird. Das Thema nahm kürzlich breiten Raum bei einer Klausurtagung der Grünen-Kreistagsfraktion in Luschendorf in Anspruch.

Ein Blick auf die zurückliegende Arbeit der Fraktion und voraus in dieser Jahr erfolgte in der Tagung, an der neben den Kreistagsabgeordneten auch Vertreter von Ortsverbänden teilnahmen. Marlies Fritzen berichtete, dass der Anteil an geschützten Flächen von 13 auf 15 Prozent der Landesfläche erhöht werden und Vernetzung erreicht werden solle.

In die gleiche Richtung ziele das von der grünen Kreistagsfraktion angeschobene und vom Kreistag beschlossene Projekt „Ausgleichsmanagement mit Wirkungskontrolle“. Ein Kataster der geschützten Flächen im Kreis sei fertig, die Bewertung stehe am 15. Februar auf der Tagung des Umweltausschusses. Die grüne Fraktion dränge darauf, dass die nächsten Schritte schnell umgesetzt werden: Das bereits ausgewählte Büro solle das Konzept erstellen, mit dem eine Biotopvernetzung in Ostholstein erreicht werden könne Und die Stelle eines Ausgleichsmanagers müsse umgehend besetzt werden.

Diese Fachkraft werde das Konzept umsetzen und die Wirkung kontrollieren. Für die Grünen habe diese Kontrolle einen „extrem hohen Stellenwert“, erläuterte Fraktionsvorsitzende Monika Obieray, denn niemand wisse, ob bestehende und künftige Ausgleichsflächen wirklich so gestaltet würden, dass die Schutzziele erreicht werden. Jens Johannsen, Vorsitzender des Umweltausschsuses, ergänzte: „Wir brauchen eine kommunikative Fachkraft, die mit den Flächeneigentümern gut klarkommt, denn Naturschutz gelingt nur mit gutem Willen auf allen Seiten.“

Klimaschutzkonzept für den Kreis, Öffentlichen Personennahverkehr, Breitbandversorgung waren weitere Themen, ebenso Schließung der Geburtenstation Oldenburg und dezentrale Integration von Flüchtlingsfamilien. Obieray: „Wir sind sehr zufrieden damit, dass wir zwei Drittel unseres Programms auf den Weg bringen konnten.“ Die Fraktion gehe hoch motiviert ins neue Jahr.

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