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Thema Attraktivitätssteigerung : Fischerbuden auf der Dieksee-Promenade?

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Idee eines Malenter Gastronomen findet im Bauausschuss grundsätzlich Zustimmung, nur sein Standortvorschlag nicht. Bei einem Ortstermin soll geklärt werden, ob es eine andere Lösung gibt.

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erstellt am 06.Sep.2013 | 11:45 Uhr

Die Idee ist prima. Nur der Ort ist unpassend. Auf diese Formel ließe sich die Reaktion einer Mehrheit im Malenter Bauausschuss auf die Pläne eines ortsansässigen Gastronomen bringen. Der hatte vorgeschlagen, die Diekseepromenade mit mehr Leben zu füllen und dazu vier sogenannte Fischerhütten aufzustellen. Was in Niendorf, Heiligenhafen oder anderen Orten sehr gut funktioniere, könnte doch auch mehr Gäste nach Malente locken, schlug er dem Ausschuss vor. Als optimalen Standort nannte er die obere Diekseepromenade in Höhe der August-Bier-Klinik. Und genau damit hatte er einen Konflikt geschaffen: Die Klinik sei sehr an einer Attraktivitätssteigerung des Ortes interessiert, versicherte Chefarzt Dr. Klaus Stecker, aber vier Buden direkt vor Patientenzimmern der Klinik könne das Haus nicht akzeptieren. Es gehe um im hohen Maße erkrankte Patienten, die ein großes Ruhebedürfnis hätten, die teilweise über Wochen im Bett lägen und bei denen der Blick auf den Dieksee zum Wohlbefinden und damit zur Heilung beitragen solle.

Mit diesem Ziel ließen sich vier Hütten, aus denen wahrscheinlich der Geruch von Pommes-Fritten-Fett oder Glühwein aufsteigen werde, nicht vereinbaren. Ebenso werde das Ruhebedürfnis der Patienten aller Voraussicht nach durch die Kunden der Hütten beeinträchtigt, wenn dort vielleicht auch noch Musik erklinge und gefeiert werde.

Im Ausschuss bestand breites Einvernehmen, dass die Bedenken der Klinik berechtigt seien, zugleich aber die Idee mit den Hütten deshalb nicht „gestorben“ sein müsse. Mehrfach wurde vorgeschlagen, bei einem Ortstermin des Ausschusses auf der Promenade mit dem Gastronomen nach einem anderen, geeigneten Standort zu suchen. Erwähnt wurde dabei der Abschnitt vor dem Intermar-Gebäude oder auch das Rondell, das allerdings auch in der Nähe der Klinik ist.

Für einen Ortstermin stimmten acht Mitglieder des Ausschusses, nur Jan Krützfeld (Freie Wähler) lehnte die Errichtung von Fischerbuden auf der Promenade kategorisch ab: So etwas passe nicht nach Malente.

Gegenstimmen gab es auch bei dem Beschluss, die Verwaltung mit der Arbeit an einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) beginnen zu lassen. Bürgermeister Michael Koch warb für ein Isek, weil es viele verschiedene Aspekte und Gutachten zusammenführen werde. Außerdem könnte es in Zukunft für die Gemeinde one Isek schwer werden, Zuschüsse zu bekommen: „Wenn Sie nicht aufpassen, wird der Fördermittelzug an uns vorbeirauschen“, warnte Koch die Ausschuss-Mitglieder.

Angesichts drohender Kosten von 100 000 bis 150 000 Euro für ein Isek plädierte Uwe Potz (CDU) dafür, erst einmal in Gesprächen mit allen gesellschaftlich relevanten Vereinigungen über Umfang und Finanzierung zu sprechen. Potz und Ernst-Helmut Bahlert (FDP) stimmten gegen die Einleitung des Isek-Verfahrens. Einstimmig genehmigte der Ausschuss dagegen, ein eigentlich für eine Kureinrichtung vorgehaltenes Gelände zwischen der Plöner Straße, der Frahmsallee und dem Olandsweg für die Bebauung von sieben Eigenheimen umzuwidmen.

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