zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 19:17 Uhr

Firma Weier kämpft erneut mit Insolvenz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Paradox: 56 Angestellte haben genug zu tun und bangen trotzdem um ihren Job

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 17:41 Uhr

56 Angestellte der Firma Weier Antriebe und Energietechnik bangen um ihre Arbeitsplätze: Das Amtsgericht hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet und den Kieler Rechtsanwalt Matthias Lorenzen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Paradox: Die Auftragslage des Generatoren-Bauers mit Produktionsstätte in Eutin und Firmensitz in Neumünster sieht gut aus, sagte Lorenzen dem OHA. Die Finanznot sei durch Altlasten entstanden, nicht durch momentane Absatzprobleme.

Im Grunde ist das neue Insolvenzverfahren, wie Lorenzen weiter erläuterte, ein Erbe der Vergangenheit: 2008 hatte die auf die Produktion von großen Windkraft-Generatoren spezialisierte Firma Weier Electric mit mehr als 100 Angestellten Insolvenz angemeldet – einer Auftragsflaute geschuldet.

Aus der Insolvenz heraus übernahmen Dr. Heiko Asum und Dr. Dirk Burhorn den Betrieb. Die Belegschaft wurde halbiert, die Produktion verstärkt auf Kleingeneratoren ausgerichtet, die für Mini-Windräder oder Blockheizkraftwerke geeignet sind. Während die Produktionsstätte im Eutiner Gewerbegebiet blieb, verlegte die Geschäftsführung ihr Büro und den Firmensitz nach Neumünster. „Damit wollte man auch räumlich näher an die Märkte und Kunden rücken“, sagt der Insolvenzverwalter.

Das Problem der neuen Firma Weier sei, dass die zum Personalabbau notwendigen Abfindungen über Kredite finanziert worden seien – mit höheren Zinsen, als sie aktuell üblich seien. Diese Kreditlast sei dem Unternehmen zum Verhängnis geworden.

Lorenzen sieht die Möglichkeit, das Unternehmen und die Arbeitsplätze zu retten. Mit einem finnischen Investor sei schon am Mittwoch gesprochen worden. Mehr wolle er aber noch nicht sagen. Die Geschäftsführung konnte der OHA zu einer Stellungnahme nicht erreichen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen