Finanzübersicht ist ab 2019 auf dem Laufenden

Umstellung auf doppische Buchführung auf dem Weg / Neuer Arbeitskreis für Integration

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15. März 2017, 13:47 Uhr

Ab 2019 sollen die fünf Gemeinden des Amtes Ostholstein-Mitte über die Jahresabschlüsse des jeweiligen Vorjahres beraten können und somit eine aktuelle Übersicht über die Finanzen erhalten. Das sieht der aktualisierte Zeitplan vor, den der Amtsausschuss diese Woche zur Kenntnis nahm. Bei Einhaltung des Zeitplanes hätte die Umstellungsphase von kameralistische auf doppische Buchführung dann neun Jahre gedauert. Zu den Sitzungen der Gemeindevertretungen im Juli sollen die Jahresabschlüsse für 2013 und 2014 vorliegen. Die Jahre 2015 und 2016 würden im Verlauf des kommenden Jahres folgen. Damit werden die Forderungen der Kommunalaufsicht erfüllt. Gemeinden mit defizitärem Haushalt erhalten nur so die erforderliche Genehmigung ihrer Haushaltssatzung. Bis Ende des Jahres sind dann die Fertigstellung der Eröffnungsbilanz und der Jahresabschlüsse bis zum Jahr 2011 für das Amt geplant. Alle weiteren Jahresabschlüsse für Amt, Schulverband und Zweckverband Bungsberg sollen nach letzter Planung in 2019 erstellt werden. In seiner Vorlage äußert sich die Verwaltung optimistisch, den Zeitplan einzuhalten, da sie „nun auf die Erfahrung aus der Erstellung von insgesamt 18 Jahresabschlüssen nach den Grundsätzen der doppelten Buchführung zurückgreifen kann“. Anfänglich hatte sich das Amt der Unterstützung eines externen Beratungsunternehmens bedient. Als Vorsitzender des Verwaltungsausschusses hatte Volker Weidemann schon im Februar die Hoffnung geäußert, der Zeitplan bis 2019 könne nun eingehalten werden.

Amtsvorsteher Hans-Peter Zink berichtet in der Sitzung von der konstituierenden Sitzung eines Arbeitskreises für Integration im Januar. Die Initiative dazu ging vom Kinderschutzbund aus, der für das Amt die Betreuung der Flüchtlinge übernommen hat. Nachdem anfänglich die Unterbringung der Migranten das vordringlichste Problem war, „geht es jetzt um die Alltagsbewältigung“, so Zink. Der Arbeitskreis wolle versuchen mehr Kontakte zwischen Einwohnern und Migranten zu ermöglichen und dazu Vereine und Verbände sowie Privatpersonen ansprechen.

Als ein Beispiel nannte Zink die Notwendigkeit von Schwimmkursen auch für Erwachsene, die mit den Gefahren im Wasser nicht vertraut seien. Der Bezug eines Büros im alten Gebäude der Jugendherberge durch den Kinderschutzbund habe sich durch Erhöhung der Privatsphäre positiv auf die Beratung der Migranten ausgewirkt. An den Umbaumaßnahmen habe sich der Kinderschutzbund zur Hälfte beteiligt, so Zink, der der Gemeinde Schönwalde für die Bereitstellung der Räume dankte. Für das laufende Jahr sollen dem Amt Ostholstein-Mitte vom Kreis nur noch 27 Migranten zugewiesen werden.

Einstimmig wählte der Amtsausschuss auf Vorschlag von Volker Weidemann den Kasseedorfer Martin Boesmann in den Verwaltungsausschuss und den Ausschuss zur Prüfung der Jahresrechnung. Boesmann tritt damit die Nachfolge von Falk Herzog an, nachdem dieser sein Mandat in der Kasseedorfer Gemeindevertretung niedergelegt hatte.

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