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Ostholsteiner Anzeiger

18. November 2017 | 13:13 Uhr

Bosau : Filmreifer Raubzug im Bischofssee

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bei Heinz Galling und Horst Hennings dreht sich alles um Hecht und Barsch. Angelführer Henry Michalski führte sie an die Fische

von
erstellt am 12.Mai.2016 | 22:45 Uhr

Wo Heinz Galling und Horst Hennings auftauchen, ist immer gute Laune. Der NDR-Fernsehreporter aus Schwerin und die umtriebige Angellegende aus Nordfriesland sind für ihre Sendung „Rute raus, der Spaß beginnt“ längst über Norddeutschlands Grenzen hinaus bekannt, und das nicht nur bei Petrijüngern. Seit ein paar Tagen ist das Team im Gasthaus „Zum Frohsinn“ in Bosau zu Gast und macht den Plöner See und den Bischofsee unsicher. Angelguide Henry Michalski aus Eutin kennt beide Gewässer von Kindesbeinen an und führt die Barschzocker und Hechtjäger an die fängigsten Stellen.

„Schon zwei Hechte an Bord, 75 und 83 Zentimeter – natürlich Horst…“, funkte Galling schon nach kurzer Zeit an Land. Urgestein Hennings, der auf seinen 70. Geburtstag zugeht, machte den zweiten Wurf, und schon langte ein prächtiger Esox zu. Dabei war der mehrfache Welt- und Europameister aus Bredstedt zum allerersten Mal auf dem Plöner See. „Ich bin ja eigentlich Meeresangler“, sagt der Experte, und lobte Michalski für dessen Revierkenntnisse. „Ohne einen Ortskundigen stocherst du in der Wüste.“

Der frühere Bosauer (angelguide-OH.de) bietet seit 2004 geführte Fischzüge an und hat seitdem nach eigenem Bekunden nur eine einzige Nullrunde gedreht. „Das Wasser wird seit Anfang Mai jeden Tag ein halbes Grad wärmer“, so der 55-jährige, „jetzt sind es gut zwölf, und die meisten Hechte stehen im Flachen.“ Während nur ganz mutige Gäste baden, kommen die Raubfische in Beißlaune. Nach zwei Vorlagen seines Kompagnons wurde Galling unruhig, wechselte den Köder auf einen großen Mepps-5-Spinner und legte seinerseits vier Hechte nach. Vor laufender Kamera blieb keiner gegenseitig mit spitzer Zunge unkommentiert.

„Ein Traumtag, diese sonnigen Bilder mit blühenden Rapsfeldern und dem Plöner Schloss“, schwärmte der Fernsehmann zudem von Lage und Umgebung, „unsere Zuschauer sollen und wollen auch etwas von der Landschaft sehen.“ Außerdem gehört eine schnell zubereitete Fischmahlzeit zum Programm. Vor Frohsinns Gästehaus Seefrieden gehorchte Hennings, ließ Angel, See und Fische in der Mittagspause ruhen und grillte genüsslich Hechtkoteletts auf griechischem Paprikagemüse. Aber Anbiss und Drill seien das Salz in der Suppe eines Angelfilms – und die hatte Kameramann Karsten David mit Tonassistent Mario „Wolle“ Jeschke schnell im Kasten. Mit einer speziellen Unterwasserkamera „Water Wolf“ zeigt das Team auch die Bewegungen der Barschköder, die Henry Michalski aus Messing und Kupfer selbst baut. „Meine Zocker sind reine Handarbeit und werden nicht nur von den Stachelrittern geliebt“, strahlt der Angelführer, der sich als Junge seine ersten Haken aus Kaninchendraht bastelte.

„Abgezockt auf dem Plöner See“, könnte der Titel der Sendung werden, die knapp 25 Minuten lang sein wird. Seit 2011 hat Heinz Galling schon die Rute rausgeholt und in authentischer, humorvoller Weise zumeist mit Horst Hennings viel Spaß gehabt. In Quasi-Livereportagen wurden 30 Reviere vorgestellt. In der sechsten Staffel folgen noch Haie vor Helgoland, Wolfbarsche bei Borkum sowie Angeltage auf der Oste, im Fischland beim Darß und Karpfenansitze auf Waldseen in Mecklenburg-Vorpommern.

Ausgestrahlt wird „Rute raus, der Spaß beginnt“ dieses Jahr erstmals im Herbst. Geplant sind sechs Folgen ab Anfang Oktober voraussichtlich immer sonnabends um 17.35 Uhr im NDR, wo bis dahin Tim Mälzer vor der Kamera kocht. Bis zu 300  000 Zuschauer – ein Marktanteil von 9,3 Prozent – haben die verrückten Angler schon mit einem Beitrag an der Oder begeistert. Bosau soll das toppen.  

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