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Ostholsteiner Anzeiger

26. September 2017 | 06:01 Uhr

Lebensretter geehrt : Feuerwehrorden für Soldaten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Drei Oberfeldwebel aus Husum, die zurzeit in Putlos üben, hatten am Montag durch vorbildliches Verhalten zur Rettung eines Mannes aus einem brennenden Haus in Oldenburg beigetragen. Der Landesfeuerwehrverband ehrte sie dafür.

von
erstellt am 10.Apr.2014 | 16:14 Uhr

Völlig überrascht waren die drei Oberfeldwebel Mathias Niedzielski (31), Aleksander Kannengießer (31) und Jan Röhe (29) heute Nachmittag, als sie bei einem Appell in der Wagrien-Kaserne in Putlos zum Vortreten aufgerufen wurden. Grund war eine Ehrung durch den Landesfeuerwehrverband für vorbildliches Verhalten: Der stellvertretende Landesbrandmeister und Kresbrandmeister Ralf Thomsen überreichte ihnen jeweils ein Schleswig-holsteinisches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze. „Diese Auszeichnung soll sinnbildlich verstanden werden für mutiges und besonnenes Verhalten bei der Unterstützung von Rettungsarbeiten durch die Feuerwehr. Die drei Geehrten sind Beispiel für Courage und Pflichtbewusstsein,“ sagte Thomsen.

Die Vorschichte: Am Montag sorgte ein Wohnungsbrand in Oldenburg für einen Großeinsatz der Feuerwehr, wobei die drei Soldaten erheblichen Anteil an der Rettung eines Menschen hatten: Die Unteroffiziere der 3. Kompanie des Spezialpionierbataillons 164 Husum, die zurzeit im Spezialpionierausbildungs- und Übungszentrum in Putlos üben, waren in Oldenburg unterwegs und bemerkten im Vorbeifahren eine starke Rauchentwicklung in dem Wohn- und Geschäftshaus.

Sie hätten beispielhaft reagiert, sagte Thosmen: Sie meldeten den Brand über Notruf, wiesen die ersten eintreffenden Kräfte vorbildlich ein, unterstützten die erste Fahrzeugbesatzung beim Öffnen der Wohnungstür unter unternahmen, damit sich die Feuerwehr auf die Personensuche unter schwerem Atemschutz konzentrieren konnte, kurzerhand den Aufbau einer Wasserversorgung zum Löschfahrzeug. Dadurch sei die zu diesem Zeitpunkt zahlenmäßig noch nicht so starke Feuerwehr enorm entlastet worden. Durch ihre tatkräftige Hilfe hätten die Männern wesentlichen Anteil daran, dass der vermisste Bewohner schnell gefunden und gerettet wurde.
„Die drei Kameraden haben beherzt zugepackt und effektiv gehandelt, anstatt nur zugeschaut – wie leider oft zu beobachten ist“, so Thomsen.
Besonders Lob gab es auch von Hauptmann Renke Willers: „Ihr seid Vorbild für die ganze Bundeswehr.“ Im Beisein von Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt und dem Kommandeur des Truppenübungsplatzes Putlos, Michael Backs, ließen die Soldaten die drei Oberfeldwebel mit einem kräftigen „Hipp Hipp Hurra“ hochleben.

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