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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 08:41 Uhr

Süsel : Feuerwehrnachwuchs gefordert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine Großübung für drei Jugendfeuerwehren der Gemeinde Süsel gab es Sonnabend auf dem Hof Plate. 41 Einsatzkräfte retteten Menschen und löschten Feuer.

von
erstellt am 27.Okt.2014 | 11:45 Uhr

Eine brennende Scheune und neun vermissten Personen: Dieses Übungsszenario wartete Sonnabend auf 41 Mitglieder der Jugendfeuerwehren Süsel, Röbel und Zarnekau. Bei der einmal jährlich organisierten Großübung der drei Jugendwehren der Gemeinde Süsel standen den Nachwuchskräften zehn Aktive beratend zur Seite.

Die auf dem Hof Plate zu erlebenden Szenen waren nah an der Realität. Dicke Rauchschwaden quollen aus der Scheune, drei Löschfahrzeuge rückten an, Dutzende Schläuche wurden verlegt, Löschwasser aus einem Hydranten und dem nahen Süseler See gefördert.

Während die einen Trupps den Brand löschten, rückten andere in die Scheune vor, um die Vermissten zu suchen und zu retten. Vier Vermisste wurden von Mitgliedern der Jugendwehr gespielt, die anderen „Personen“ waren lebensgroße Puppen.

Das Tragen von Atemschutzgeräte simulierten die Einsatzkräfte mit Staubmasken. Wertvolle Tipps für das Begehen eines Brandortes erhielten die Zehn- bis 18-Jährigen von Aktiven.

Die Einsatzleitung hatte der Süseler Jugendgruppenleiter André Schacht. Und auch alle anderen Entscheidungsträger waren Angehörige der Jugendwehren. „Die Aktiven greifen so wenig wie möglich ein“, sagte der Süseler Jugendfeuerwehrwart Dirk Martens.

Es sei für viele Jugendliche die erste Großübung, stellte Martens weiter fest, für die sei schon die Einsatzfahrt mit Blaulicht etwas Besonderes gewesen. „Fehler dürfen ausdrücklich gemacht werden“, führte Martens weiter aus. Denn das sei ein guter Ansatzpunkt für die abschließende Besprechung im Gerätehaus, zu der es zur Stärkung einen Imbiss für den engagierten Feuerwehrnachwuchs gab. Insgesamt war Martens mit den Leistungen der Jugendwehren zufrieden. Trainingsbedarf gebe es beim Verlegen von Schläuchen, entdeckte der Jugendwart.

Für die zehn Mitglieder der Röbeler Jugendfeuerwehr war die Großübung nur ein Programmpunkt des Wochenendes: Wie Berufsfeuerwehrleute waren sie am Wochenende 24 Stunden im „Dienst“ und übernachteten im Gerätehaus. Die Röbeler erlebten sechs simulierte Einsätze, darunter der Brand eines Holzhauses in Groß Meinsdorf am Sonnabendabend, eine nächtliche Personensuche mit Wärmebildkamera und einen Brand mit einer vermissten Person in Eutin.

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