zur Navigation springen

Eutiner Prioritätenliste : Feuerwehrhaus und Erweiterung der Wisser-Schule haben Vorrang

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Allerdings müssen Neubau der Feuerwehrzentrale und Erweiterung der Wisser-Schule auf Pump finanziert werden.

von
erstellt am 12.Feb.2014 | 17:26 Uhr

Im Eutiner Rathaus kursiert seit Monaten eine Liste mit 50 Vorhaben zur Stadtentwicklung, die meisten verbunden mit der Landesgartenschau und der langfristigen Sanierung der Innenstadt. Der Haken dabei: Natürlich hat die Stadt nicht das Geld, sich bei einem geschätzten Kostenrahmen von rund 46 Millionen Euro alle Wünsche zu erfüllen. Die Politik soll nun entscheiden, was Vorrang hat und was weiter warten muss.

Im Hauptausschuss waren sich die Stadtvertreter weitgehend einig: Ganz vorn auf der Liste sollen die Erweiterung der Wisser-Schule und der Neubau des Feuerwehrzentrums stehen sowie alles, was bis 2016 der Landesgartenschau dient. Dafür machten sich Vertreter von CDU, SPD und Grünen stark. Der sogenannte Masterplan soll in der Stadtvertretung verabschiedet werden, bleibt aber, wie die Politiker betonten, in den nächsten Jahren offen für Veränderungen.

In der Aussprache ging es einerseits um die Gründe für die Prioritätensetzung. Dabei stellte Kathrin Pitzner (CDU) fest, dass der Bau für die Feuerwehr aufgrund bereits vorliegender Bauleitplanung schneller zu realisieren sein werde als die Schulerweiterung, da für die dabei geplante Sporthalle noch kein Standort bestimmt sei. Warum ein dazu notwendiges Bodengutachten immer noch nicht vorliegt, brachte Bauamtsleiter Rubelt vorwurfsvolle Worte ein.

Andererseits ging es auch um die von Monika Obieray (Grüne) bang gestellte Frage: „Können wir das alles finanzieren?“ Darauf gab Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz ungeschminkt zu Protokoll: „Wir stellen Schecks auf die Zukunft aus. Das alles ist aber notwendig, damit Eutin konkurrenzfähig bleibt. Die Stadtsanierung ist eine Langzeitaufgabe.“

Ins gleiche Horn stieß Elgin Lohse (CDU). Sie verwies auf das historisch niedrige Zinsniveau, das es der Stadt erlaube, notwendige Maßnahmen anzupacken. „Dies ist die Chance, jetzt oder nie!“, betonte Lohse. Nicht nur finanziell, auch personell müsse die Vorhabenliste zu stemmen sein, sagte Hans-Georg Westphal (SPD). Auch das sei zu bedenken.

Kämmerer Andreas Lietzke erinnerte daran, dass der Neubau der Feuerwehrzentrale und die Erweiterung der Wisser-Schule zu hundert Prozent von der Stadt auf Pump finanziert werden müsse. Damit würde die Verschuldung um gut zehn Millionen Euro steigen, eine Last, die von folgenden Generationen getragen werden müsse. Er machte aber auch deutlich, dass diese Investitionen für die Stadt Vermögenswerte schüfen. Und günstige Kreditkonditionen könnten derzeit langfristig vereinbart werden.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen