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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 09:46 Uhr

Feuerwehrhaus nicht dieses Jahr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kreuzfelder Jahresversammlung von neuem Fahrzeug und geplantem Neubau beherrscht / Vier Aktive erhalten Brandschutzehrenzeichen

von
erstellt am 30.Jan.2016 | 16:23 Uhr

Die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Kreuzfeld wird es entgegen der Hoffnung der 36 Aktiven um Wehrführer Andree Bendrich in diesem Jahr nicht geben. Diese klare Ansage machte Malentes Bürgermeister Michael Koch in der Jahresversammlung der Wehr am Freitag: „Das Ziel ist, dass es 2017 fertig ist.“ Somit wird das 13,6 Tonnen schwere neue Löschfahrzeug (HLF 10) noch einige Zeit mit Vorsicht und nur 15 Zentimeter Luft nach oben in die Garage manövriert werden müssen.

Bendrich hatte einen anderen Zeitplan vor Augen, wie auch das Protokoll des vergangenen Jahres offenbarte. Das HLF 10 war – wie bereits berichtet – am Tag der Versammlung erstmals unter dem Funknamen „64/48/01“ einsatzbereit gemeldet. Mit diesem Tempo schienen nicht alle in der Gemeinde Malente glücklich. Leise Kritik hatte Bürgermeister Koch im Gepäck: „Die Verwaltung hätte sich ein anderes Prozedere gewünscht.“

Glücklicher waren da die Feuerwehrleute aus Sieversdorf, die am Freitag das alte Fahrzeug (TSF-W) der Kreuzfelder übernommen hatten und sich für die tadellosen Zustand augenzwinkernd mit einem Korb voll Putztücher bedankten. Koch stellte in seinem Grußwort klar, dass die Stationierung des HLF 10 „keine Degradierung der Ortswehr Malente“ darstelle. Es sei vielmehr die konsequente Umsetzung eines Feuerwehrbedarfsplanes zur Erfüllung der zehnminütigen Hilfsfrist die das Gesetz vorgebe. Hotels und Kliniken in Gremsmühlen stellten erhöhte Anforderungen an die Einsatzkräfte.

Ähnlich äußerten sich auch der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses, Peter Blenski, und Gemeindewehrführer Bernd Penter. Er widersprach ausdrücklich denen, die Kreuzfelder Kameraden als „Wilderer in Malente“ bezeichnet hätten. Er bedaure, dass es im nicht gelungen sei, den Kritikern zu vermitteln, wie wichtig das Fahrzeug für die Sicherheit aller Bürger in der Gemeinde sei.

„Einen Konkurrenzkampf zwischen den Ortswehren haben wir nicht nötig“, bekräftigte Andreas Riemke als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes. Ortswehrführer Andree Bendrich brachte es für sich auf den Punkt: „Mir ist es egal, ob ich erster bin. Hauptsache es wird denen geholfen, die Hilfe brauchen.“ In diesem Sinne leisteten die Kameraden auch ihren Dienst.

Neben 25 Einsätzen brachten sie es vergangenes Jahr auf über 1000 Stunden Ausbildung, hinzu kamen Übungsstunden der Atemschutzträger und Vorstandsarbeit. Für dieses Jahr gab er das Ziel aus, die Zahl der Aktiven auf „40 plus“ zu erhöhen, damit zu jeder Zeit die Mindeststärke von acht bis 15 Kameraden für Einsätze erreicht werde. Mitgliederwerbung sei nicht nur Sache von Politik und Wehrvorstand. Jeder Kamerad solle sich umschauen, bat Bendrich.

Michael Koch skizzierte den geplanten Weg zum Neubau in Kreuzfeld, dessen Kosten nach ersten Schätzungen zwischen 600  000 und 900  000 Euro lägen. Derzeit sei man mit der Bauleitplanung für das vorhandene Grundstück beschäftigt. Daneben solle mit der Planung begonnen werden, sobald der Haushalt mit den dafür vorgesehenen 100  000 Euro beschlossen sei, womit im März zu rechnen sei. Erste Aufgabe des Architekten werde die Grundlagenermittlung sein. Auf deren Basis könne der Ausschuss dann voraussichtlich im Sommer beraten. Somit gehe er bei einer veranschlagten Bauzeit von sieben bis acht Monaten von der Fertigstellung im Jahr 2017 aus.

Sebastian Fröhlich wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert, Gruppenführer Marco Bendrich zum Oberlöschmeister.

Henning Rüder bekam die Bandschnalle für zehn Jahre Mitgliedschaft. Das Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst empfingen Maic Bendrich und Ralf-Georg Jahnke, das Ehrenzeichen in Gold für 40 erhielten Kurt Fröhlich und Hans-Jürgen Rüder.

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