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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 16:23 Uhr

Feuerwehrhaus: Grundstein gelegt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neubau in Schönwalde soll bis Weihnachten bezogen sein / Kosten: eine Million Euro / „Zeitkapsel“ mit Münzen und Zeitungen

„Heute ist ein denkwürdiger Tag“ – das waren die ersten Worte von Bürgermeister Hans-Alfred Plötner zur Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus in der Bungsberggemeinde. Eine Million Euro investiert Schönwalde in die Zukunft seiner Wehr. Der Hallenbau bietet Platz für vier Fahrzeuge und ist mit Kapazität für 50 Kameraden auch auf Zuwachs ausgelegt. Derzeit zählt die Schönwalder Feuerwehr 34 Aktive. Hinzu kommt die Jugendwehr mit 13 Mitgliedern. Platz ist auch für den Fanfarenzug mit seinen 18 Musikern und deren Instrumenten.

Nach dem alten Spritzenhaus neben der Schule, das heute als Ausstellungsraum des Dorfmuseums dient, und dem aktuellen Gebäude entsteht damit das dritte Feuerwehrhaus. Geht es nach den Gemeindevertretern, soll es 50 bis 60 Jahre seinen Zweck erfüllen. Um dies zu erreichen, wurde sehr viel Zeit in die Planung investiert. Für diese Tatsache fand Harm Hoffmann lobende Worte: „Noch nie habe ich ein so gutes Klima bei einer Planung erlebt.“ Auf die frühe Einbeziehung aller, Kameraden, Gemeindevertreter und Unfallkasse hatte schon der Bürgermeister hingewiesen. Besonders die neuesten Anforderungen der Feuerwehrunfallkasse hätten Berücksichtigung gefunden, damit das Gebäude möglichst lange den Ansprüchen genügen kann. Getrennte Sanitärbereiche und Umkleiden für Frauen und Männer sind ebenso Standard wie die Trennung von Einsatz- und Privatkleidung.

Plötner blickte zurück auf die Entstehung des heutigen Feuerwehrhauses, das in Eigenleistung aus dem alten Speicher der Firma Jessen entstanden ist. Die eisernen Klapptore, die man damals bereits gebraucht von der Feuerwehr Neustadt übernommen hatte, waren letzten Endes Auslöser für den Neubau. Die nächste Generation der Löschfahrzeuge wird nicht mehr hindurch passen. An der Höhe hatte es schon länger gefehlt, aber da konnte man noch mit kostenintensiven Umbauten der Fahrzeuge die nötigen Zentimeter gewinnen und den Neubau hinauszögern.

In das Kupferrohr, das Hans-Alfred Plötner, Harm Hoffmann, Wehrführer Andre Johnsen und Bauamtsmitarbeiter Oliver Pielstiker unter den Augen der angetretenen Wehr sowie zahlreichen Gemeindevertretern und Bürgern gemeinsam im Fundament versenkten, hatten Bürgermeister und Architekt zuvor die Baupläne, Münzen mit Prägedatum 2016, aktuelle Tageszeitungen und Dokumente der Feuerwehr verstaut. So finden sich in dieser „Zeitkapsel“ auch die aktuelle Liste der Kameraden und die Festschrift zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr vor 25 Jahren. Noch vor dem Grundstein waren die zwölf Betonpfeiler der Fahrzeughalle aufgerichtet und einbetoniert. Nachdem über viele Wochen Erdarbeiten das Bild der Baustelle bestimmten, wird es jetzt „zügig voran gehen und der Fortschritt erkennbar sein“, versprach Architekt Hoffmann. In der ersten Augustwoche ist das Richtfest geplant. „Weihnachten wollen wir im neuen Haus feiern“, gab Pielstiker, der die Liegenschaften im Amt Ostholstein-Mitte verwaltet, einen festen Zeitplan vor. Das würde alle im Dorf freuen, denn dann hätten sie eine Wette mit Eutins stellvertretenden Wehrführer Klaus Peter Lundius gewonnen. Der hatte 2015 ein 50-Liter-Bierfass versprochen, wenn das Feuerwehrhaus in Schönwalde vor dem in Eutin bezogen wird.

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