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Feuerwehrausbildung braucht auch ein bisschen Fantasie

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 27.Sep.2015 | 14:07 Uhr

Ein Feuerwehrmann braucht Mut und Entschlusskraft. Und Fantasie. Jedenfalls wenn er noch in der Ausbildung ist. Denn bei der Truppmannausbildung am Sonnabend in Kreuzfeld war Vorstellungskraft gefragt: Das brennende Auto stand nicht wirklich in Flammen, und ein Busch sollte ein kokelnder Haufen Sperrmüll sein.

20 Feuerwehrleute absolvierten die Lehrgänge Truppmann 1 und 2. Die Teilnehmer von Truppmann 1 sind erst in diesem Jahr in die Feuerwehr eingetreten, die zwölf Absolvten des Lehrgangs Truppmann 2 seit Anfang 2014 dabei. In beiden Kursen werden Grundlagen vermittelt. „Bei Truppmann 1 lernen die Teilnehmer technische Hilfeleistung“, erklärt Niko Doll, einer der beiden stellvertretenden Gemeindewehrführer. Windbruch beseitigen, verschlossene Türen öffnen, Eingeklemmte retten stand auf dem Lehrplan. Im zweiten Kurs gehörten das Löschen eines Entstehungsbrandes oder eines brennenden Autos zum Programm, zwischen den Übungen stand für beide Gruppen immer wieder Theorie auf dem Plan, gekrönt von einer Abschlussprüfung.

Trotzdem fand Christin Behrendt aus Kreuzfeld die Ausbildung Truppmann 2 einfacher als den ersten Kurs im vergangenen Jahr. Sie trat im Januar 2014 nach einem großen Brand in Sieversdorf in die Feuerwehr ein. „Und ich bereue es nicht“, sagt die 26-Jährige voller Überzeugung. Ihr gefällt, dass die Aufgaben der Ausbildung realistischen Anforderungen entsprechen. Mit dem großen Unterschied, dass sie hier auch einmal Fragen stellen könne. „Das geht während eines richtigen Einsatzes natürlich nicht.“ Auch Kathrin Hansen aus Neukirchen ist seit Anfang 2014 dabei. „Ich habe in die Feuerwehr reingeheiratet“, sagt sie lachend, denn fast die ganze Familie ihres Mannes sei in der Feuerwehr.

Bunt gemischt wie in der Pause waren die Mitglieder der verschiedenen Ortswehren auch während der Übungen. Mit gutem Grund, denn im richtigen Leben sind ja meistens auch mehrere Ortswehren im gemeinsam Einsatz.

So viel die Feuerwehrleute während der 80 Stunden umfassenden Gundausbildung auch gelernt haben, ein Szenario fehlt: „Wie man eine Katze vom Baum holt, das üben wir nicht“, sagt der zweite stellvertretende Gemeindewehrführer Andree Bendrich bestimmt.

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