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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 07:49 Uhr

Feuerwehr sichert Fahrsimulator der Bundeswehr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2016 | 22:31 Uhr

Die Lage nach den andauernden, heftigen Regenfällen am Sonnabendnachmittag schien sich für die Eutiner Feuerwehr schon wieder zu entspannen, da gingen die Probleme mit den Wassermassen erst richtig los. Obwohl es schon aufgehört hatte zu regnen, lief das Wasser in der Rettberg-Kaserne in die Fahrzeughallen. Der dort untergebrachte Fahrsimulator, der einen Wert von rund einer Million Euro haben soll, drohte abzusaufen.

Der Einsatz begann gegen 19.15 Uhr , als die Oldenburger Landstraße gerade wieder frei war (siehe obiger Bericht). Schließlich versuchten alle drei Eutiner Ortswehren und das Technische Hilfswerk (THW), mit insgesamt 14 Pumpen die Wassermassen aus der Kaserne in Richtung Großer Eutiner See zu befördern. „Wir wissen immer noch nicht, wo das Wasser eigentlich herkommt“, stöhnte Eutins Ortswehrführer Wolfgang Mevs, nachdem die Pumpen schon lange auf Hochtouren gelaufen waren. Erst nach Stunden wurde im Zuge der Beratung mit Mitarbeitern der Kaserne klar, wo das Problem lag. Ein Regenrückhaltebecken auf dem Kasernengelände sei vollgelaufen und habe das nachdrückende Wasser nicht mehr aufnehmen können, berichtete der Einsatzleiter, Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt.

45 Feuerwehrleute und 17 Mitglieder des THW waren bis tief in die Nacht mit dem Lenzen beschäftigt. Nachdem sich die Lage gegen 22 Uhr entspannt hatte, pumpten die Einsatzkräfte das Rückhaltebecken ab, senkten den Wasserspiegel um rund einen halben Meter. Dabei lief auch das Wasser in der Fläche endgültig ab. Kurz vor Mitternacht beendeten Feuerwehr und THW schließlich den Einsatz in der Kaserne.

Die Regenfälle am Sonnabendnachmittag über Eutin waren zwar ausdauernd und heftig, ähnliche Probleme auf dem Kasernengelände hatte es bislang jedoch nicht gegeben. Warum das Rückhaltebecken nun auf einmal überfordert war, blieb unklar.

Bereits am späten Nachmittag und Abend hatten die Eutiner Wehren allerhand zu tun. Bei mehr als zwei Dutzend Einsätzen pumpten sie Keller und Hinterhöfe leer. Am meisten zu tun hatten die Einsatzkräfte dabei im Charlottenviertel, aber auch in Sielbeck gab es zwei Einsätze. Mehrere Stunden brauchte die Wehr, um einen vollgelaufenen Hinterhof in der Elisabethstraße auf Höhe der Einmündung Friedrichstraße zu lenzen. Das Wasser hatte sich dort gesammelt und lief in die Keller.

Insgesamt waren die Feuerwehren in Ostholstein durch Unwetter teils schwer Schwer beschäftigt. Auch in Timmendorf wurden Straßen überschwemmt. In einem Hotel in Scharbeutz lief ein Fahrstuhlschacht mit Wasser voll und legte die Technik lahm.

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