Malente : Feuerwehr rettet Wohnhäuser

Immer wieder züngelten die Flammen während der Löscharbeiten aus dem Holzschuppen.
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Immer wieder züngelten die Flammen während der Löscharbeiten aus dem Holzschuppen.

Schock am Samstagabend: Am Stadion bedroht ein lichterloh brennender Holzschuppen zwei Gebäude. Eines ist vorerst unbewohnbar.

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17. Dezember 2017, 14:21 Uhr

Ein unmittelbar neben zwei Einfamilienhäusern stehender Holzschuppen ist am Sonnabend in der Straße „Am Stadion“ gegenüber der Malenter Fußballschule in Flammen aufgegangen. „Als wir eintrafen, brannte der Schuppen in voller Ausdehnung. Die Flammen schlugen auf beide Nachbargebäude über“, schilderte Einsatzleiter Andree Bendrich die dramatische Lage. Immerhin war schon zu Beginn der Löscharbeiten klar, dass die Bewohner beider Häuser sich in Sicherheit gebracht hatten.

Auf der einen Seite grenzte der Schuppen direkt an das Wohnhaus, auf der anderen war noch eine Garage dazwischen. Es habe zunächst den Anschein gehabt, als hätten sich die Flammen bereits auf das Dach des Wohnhauses ausgedehnt, berichtete Bendrich. Trotzdem gelang es den Wehren, ein Übergreifen der Flammen auf beide Gebäude zu verhindern. Um dem Feuer die Nahrung zu entziehen, griffen die Feuerwehrleute unter Einsatz von Atemschutz noch während der Löscharbeiten zur Motorsäge und rissen den Schuppen ab, soweit es unter diesen Umständen möglich war.

Das Haus, zu dem der Schuppen gehört, wird von einem Ehepaar bewohnt. Es durfte auf Anordnung der Polizei vorerst nicht in sein Haus zurückkehren und wurde von Nachbarn aufgenommen. Die enorme Hitze hatte ein Fenster springen lassen, durch das Rauchgase in das Haus zogen. Die Besitzerin versuchte nach Angaben eines Nachbarn noch, die Flammen mit Hilfe eines Gartenschlauchs einzudämmen. Dafür sei es jedoch zu spät gewesen. „Wir haben sie dann bewegt, dort wegzugehen, damit ihr nicht noch etwas passiert“, schilderte der Mann.

Die Bewohnerin des anderen Hauses hatte gerade Besuch von ihrem Bruder. Beide wurden von einem Nachbarn alarmiert, indem er an der Haustür klingelte. „Wir haben das Feuer gar nicht bemerkt“, berichtete die geschockte Frau. Der Nachbar, der in der Straße „Am Bast“ wohne, habe von seinem Wohnzimmer aus den Feuerschein bemerkt. Er habe auch die Feuerwehr alarmiert.

Für das Wohnhaus gab die Wehr zuerst Entwarnung. Mit Hilfe der Wärmebildkamera ließen sich an dem Gebäude keine hohen Temperaturen mehr feststellen. Die Hitze des Feuers hatte zwar das Fenster im Giebel springen lassen, das Dach war aber verschont geblieben. Anders sah es beim Garagendach aus. Aus diesem schlugen die Flammen immer wieder hoch, so dass Andree Bendrich, Wehrführer in Kreuzfeld und stellvertretender Gemeindewehrführer, entschied, einen Teil der Dachpfannen abräumen zu lassen, um an die Glutnester heranzukommen. Das half. Gegen 21 Uhr stieg aus den verkohlten Resten des Schuppens zwar noch weißer Dampf auf, dennoch hieß es „Feuer aus“.

Die beiden Ortswehren waren mit etwa 50 Kräften zum Einsatzort geeilt. Zur Brandursache machte die Polizei bis gestern keine Angaben.

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