Röbel : Feuer zerstört Wohnung

Feuer aus, bevor es auf andere Wohnungen übergriff: Röbels Wehrführer Rolf Müller (2. von rechts) hatte auch Eutin alarmieren lassen.
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Feuer aus, bevor es auf andere Wohnungen übergriff: Röbels Wehrführer Rolf Müller (2. von rechts) hatte auch Eutin alarmieren lassen.

Zwei leichtverletzte Menschen und eine nicht mehr bewohnbare Wohnung sind das Ergebnis eines Zimmerbrandes, der gestern Nachmittag in der Röbeler Ahornstraße ausgebrochen war.

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26. Oktober 2011, 11:37 Uhr

röbel | Ein schneller Feuerwehreinsatz hat den Schaden begrenzt und das Haus, in dem es insgesamt elf Mietwohnungen unterschiedlicher Größe gibt, gerettet.

"Die Lage war vollkommen unübersichtlich", schilderte Röbels Wehrführer Rolf Müller seinen Eindruck, nachdem die um 14.27 Uhr alarmierte örtliche Feuerwehr auf dem Gelände eintraf. Hinter dem Fenster einer Wohnung im ersten Stock waren Flammen erkennbar, aber anfangs war nicht klar, in welchem Umfang sich das Feuer ausgebreitet hatte. Da es sich bei dem Gebäude um ein ehemaliges, mehrfach umgebautes Bauernhaus handelt, habe die Gefahr bestanden, dass die Flammen durch Zwischenräume und hölzerne Bauteile auf andere Gebäudeteile übergesprungen waren.

"Ich habe sofort nachalarmiert", erklärte Müller. Neben Röbel rückten die Wehren Zarnekau, Bujendorf, Gömnitz und Fassensdorf sowie die Eutiner Feuerwehr nach Röbel aus. Während Atemschutzträger der Röbeler in einem Erstangriff die Flammen in der Wohnung bekämpften, bauten andere Kräfte eine Wasserversorgung zu einem Hydranten sowie zwei Schlauchleitungen zu einem Löschteich auf.

Mit der Hilfe von zwei Wärmebildkameras war schnell klar, dass der Brand auf die Drei-Zimmer-Wohnung begrenzt werden konnte. Die Räume sind vorerst nicht mehr bewohnbar.

Die Mieterin hatte sich und ihre dreijährige Tochter vor dem Brand, der im Wohnzimmer ausgebrochen war, ins Freie gerettet. Beide kamen vorsorglich wegen des Verdachtes auf eine leichte Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Ein zweites Kind der Frau war nicht zu Hause, weil es zurzeit auf Klassenfahrt ist.

Die Kriminalpolizei hat gestern die Wohnung in Augenschein genommen. Die Schadenshöhe sei schwer zu schätzen, es gehe aber sicher in den fünfstelligen Bereich, sagte ein Beamter. Als Ursache schloss er Fahrlässigkeit nicht aus.

Alle Hausbewohner - über 20 sind gemeldet - hatten sich aus eigener Kraft ins Freie gerettet. Mit Ausnahme der betroffenen Wohnung konnten sie in ihre Räume zurückkehren. Allerdings werden sie noch eingie Zeit mit Brandgeruch im Haus leben müssen.

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