Feuer zerstört Autowerkstatt

Florian Wrage.
1 von 4
Florian Wrage.

Vier Wohnungen unbewohnbar / Drei Anwohner werden anderweitig untergebracht / 170 Feuerwehrleute im Einsatz

shz.de von
06. Juli 2018, 18:19 Uhr

Eine ausgebrannte Kfz-Werkstatt und vier zerstörte Wohnungen: Das ist die Bilanz eines Feuers in der Elisabethstraße, das gestern gegen 17 Uhr Feuerwehren aus Eutin und umliegenden Gemeinden auf den Plan rief. Auslöser des Brandes in einem kombinierten Wohn- und Geschäftshaus waren nach Informationen dieser Zeitung Schweißarbeiten an einem Fahrzeug, die in der Arbeitshalle außer Kontrolle gerieten. In dem Haus sollen 13 Menschen leben. Die anwesenden Bewohner brachten sich rechtzeitig in Sicherheit. Drei der Bewohner müssen anderweitig unterkommen, erklärte Florian Wrage, einer der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands.

Eine gute Stunde nach der Alarmierung war die Situation unter Kontrolle und Nachlöscharbeiten hatten begonnen. Wegen eines Wohnungs- und Autobrands waren die Einsatzkräfte gegen 17.30 Uhr alarmiert worden. Der Autobrand habe sich bei Eintreffen in der Werkstatt bestätigt, sagte Wrage. Das Fahrzeug habe in Flammen gestanden. Gefahrenquellen seien Betriebsstoffe wie Benzin, Diesel, Öle aber vor allem Gasflaschen gewesen. Das Feuer habe sich schnell vom Erdgeschoss auf das Obergeschoss ausgebreitet.

Während der Brand von der Straßenseite aus bereits bekämpft wurde, arbeiteten sich Kräfte an die Rückseite des Hauses vor. Sie versuchten das Gartentor dort mit Brecheisen und Gerät zu öffnen, als die Flammen bereits meterhoch aus den Fenstern im Mittelteil des Hauses schlugen. Auf mehreren Wegen wurden Schläuche durch den Garten und über das Gartentor verlegt. Dann strömte das Wasser aus dem kleinen Eutiner See, und die Flammen wurden schnell zu dickem, dunkelgrauem Qualm. Auf der Vorderseite des Gebäudes hatten die Einsatzkräfte ihr Löschnetz an drei Hydranten angeschlossen.

Die Eutiner Feuerwehr sei mit allen Ortswehren im Einsatz gewesen, sagte Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt. Insgesamt bekämpften 45 Eutiner, 30 Malenter, 15 Fissauer und elf Neudorfer Feuerwehrkräfte, später auch noch 69 aus der Gemeinde Bosau den Brand. Ins Innere drangen alle 20 bis 30 Minuten Atemschutzgeräteträgertrupps vor, die ihre Kollegen ablösten. Zwei Drehleitern waren zu ihrer Unterstützung ausgefahren worden.

Den geschockten Bewohnern standen die Besatzungen zweier Rettungswagen und eines Notarzteinsatzfahrzeugs, Mitarbeiter vom Kreisrettungsdienst, seelsorgerische Betreuer und die Polizei zur Seite.

Die Bewohner versuchten, die Situation zu begreifen. Der Hausbesitzer Jens Giese konnte es nicht glauben, zeigte sich aber gefasst. Alle Bewohner seien heil aus dem Haus gekommen, bestätigte er. In sechs Wohnungen lebten 13 Menschen. Neben der Autowerkstatt ist noch ein Folien-Center in dem Anwesen untergebraucht. Die Wohnung über der Werkstatt sei gerade renoviert gewesen. Um 20.15 Uhr war das Feuer aus.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen