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Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 06:21 Uhr

Malente : Feuer in der Zwischendecke

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Malenter Ortswehr löscht Flammen in Mehrfamilienhaus in der Lindenallee. Bauarbeiten könnten den Brand ausgelöst haben.

Malente | Die Malenter Ortswehr hatte den Brand schnell im Griff, doch die Situation hätte auch schnell außer Kontrolle geraten können. Am Montagabend um 19 Uhr wurde die Wehr zu einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Lindenallee gerufen – auf dem ehemaligen Grundstück des Hotels Bellevue neben dem Haus des Kurgastes. Dort war es zu einem Schwelbrand in einer Zwischendecke des Flachdachs gekommen.

Das Feuer hatte sich durch die Decke in die darunter liegende Penthaus-Wohnung gefressen. Dadurch schlug offenbar ein Rauchmelder Alarm, auf den eine Hausbewohnerin aufmerksam wurde, die wiederum einen weiteren Bewohner des Hauses zu Hilfe holte. Der rief daraufhin die Feuerwehr, die mit einem Löschzug samt Drehleiter anrückte. Auch Gemeindewehrführer Bernd Penter eilte zum Brandort.

Nachdem die Hausbewohner sich alle in Sicherheit gebracht hatten, griff die Feuerwehr unter Einsatzleitung von Kai Jansen den Brand von zwei Seiten an. Zunächst rissen Feuerwehrleute unter Atemschutz Teile der abgehängten Decke in der betroffenen Wohnung ab, dann griff ein weiterer Trupp von oben an und entfernte etwa fünf Quadratmeter der Dachhaut. Als dies geschah, bekam das Feuer Nahrung und es stieg plötzlich dichter Rauch auf. Die Flammen wurden schließlich von oben und unten mit Wasser bekämpft.

Nachdem die Wehr mithilfe der Wärmebildkamera sichergestellt hatte, dass sich keine verborgenen Brandnestern mehr in der Zwischendecke befanden, durften die Bewohner in das Gebäude zurück. In den 15 Eigentumswohnungen sind 23 Personen gemeldet. Die Eigentümer vom Feuer betroffenen Penthaus-Wohnung weilten gestern im Urlaub.

Nach Angaben eines Polizeibeamten hat das schnelle Eingreifen der Wehr einen erheblich größeren Schaden verhindert. „Da hat nicht viel gefehlt und wir hätten einen Vollbrand gehabt“, sagte der Beamte. Das bestätigte Ortswehrführer Jürgen Hansen. „Ohne den Einsatz der Drehleiter wäre das kritisch geworden“, erklärte er. Als er auf das Dach gestiegen sei, sei die Dachhaut auf rund einem Quadratmeter bereits durchgebrannt gewesen.

Spekuliert wurde gestern über die Brandursache. Tatsache ist, dass auf dem Dach des Hauses seit einigen Tagen gearbeitet wird. Weil die Klingelanlage nicht funktionierte, versuchte der von seiner Nachbarin alarmierte Bewohner zunächst, die Sicherung wieder hereinzudrücken. Doch die sei sofort wieder herausgesprungen. Er vermutete, dass die Dachdecker bei ihren Arbeiten eine Leitung beschädigt hätten, dabei ein Funke ins Dach übergesprungen sei und nach einiger Zeit den Brand ausgelöst habe. Der Geruch, den er wahrgenommen habe, habe eindeutig auf einen Kabelbrand hingewiesen, sagte er.

Das Dach des vor nicht viel mehr als zehn Jahren gebauten Hauses sei aufgrund einer mangelhaft verklebten Dunstsperre stark in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb seien die Dachdecker dabei, verfaulte Holzbalken zu ersetzen. Nun dürften die Handwerker einiges mehr zu tun haben, um das Haus wieder in einen einwandfreien Zustand zu versetzen.

 

 

 

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erstellt am 26.Okt.2015 | 20:43 Uhr

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