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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 21:44 Uhr

Festspiele rücken Haussegen gerade

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wirtschaftsvereinigung Eutin will Streit im Opernunternehmen konstruktiv lösen

von
erstellt am 05.Aug.2015 | 11:46 Uhr

Entspannungsmusik aus der Opernscheune: Im Konflikt um die künftige Steuerung der Eutiner Festspiele wollen jetzt alle Beteiligten vorerst nach außen den Mund halten, intern aber „zusammen an einer vernünftigen Lösung für die Zukunft“ arbeiten. Für Entspannung sorgen zudem die Kartenverkäufe für „Aida“ und „Vogelhändler“: Zur Mitte der Spielzeit ist die Zielmarke „65 Prozent Auslastung“ fast schon erreicht.

Seitdem der OHA den internen Streit um eine Weiterbeschäftigung der Geschäftsführerin Sabine Kuhnert publik gemacht hat, stehen die Opern-Führungskräfte heftig im Meinungsfeuer. Die gegen Kuhnert gerichtete Mehrheitsentscheidung im fünfköpfigen Festspiele-Beirat traf weithin auf Unverständnis. Eine Erklärung verlangte auch der Vorstand der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE), die bisher alleinige Gesellschafterin der gemeinnützigen Festspiele GmbH ist. In einer dreistündigen Aussprache steckte der Vorstand am Montag einen neuen Handlungsrahmen für sich und die Stärkung seines Opernunternehmens ab. WVE-Chef Klaus Hoth sprach danach von einer „sehr konstruktiven und positiven Sitzung“.

Diesem Abrüstungssignal folgte am Dienstagabend eine neue Beratungsrunde des von der WVE eingesetzten Festspiele-Beirats. Auch dort bewegten sich Kuhnerts Kritiker und Befürworter aufeinander zu, was der Beiratsvorsitzende Hans-Wilhelm Hagen in einer offiziellen Erklärung gestern so verklausulierte: „Zur konkreten Strategie und Weiterentwicklung der Eutiner Festspiele werden vom Beirat mit allen Beteiligten Gespräche unter Einbeziehung der Geschäftsführerin Sabine Kuhnert und der Intendantin Dominique Caron geführt.“ Was wohl heißen soll: Kuhnert bleibt noch an Bord, Caron sowieso.

Um Klartext gebeten, sagte Hagen nur: „Der Beirat nimmt die Geschicke in die Hand. Noch sind viele Gespräche notwendig, damit die Festspiele durch stabile Strukturen und mehr Risikokapital gestärkt in die Zukunft gehen können. Das ist ein längerer Prozess, wäre aber ein Riesenschritt nach vorne.“ Geschäftsführerin Sabine Kuhnert reagierte ebenso zugeknöpft: „Wir sind in einem internen konstruktiven Prozess.“

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