Festspiele öffnen ihre Türen: Zwischen Proben und Fundus

schneiderei
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30. Juni 2018, 00:31 Uhr

„Einfach nur toll und spannend“, sagte ein begeisteter Besucher aus Hannover, der den Tag der offenen Tür bei den Eutiner Festspielen nutzte, um sonst verborgene Einblicke ins Opernscheunen-Geschehen zu bekommen. Während Intendantin Dominique Caron szenische Proben für die Verdi-Oper „La Traviata“ im ersten Stock durchspricht, klingen von unten „My Fair Lady“-Melodien durch die Decke. Fast nebenan ändert Schneiderin Kira Neller Kostüme für den Chor, Tatjana Kleimann präsentiert das von ihr geschneiderte Musical-Kostüm der Eliza (links). In der Maske, dem Reich von Marlene Girolla, schwelgen Sebastian und Kerstin Gradert aus Eutin in gemeinsamer Erinnerung. „1995 war ich der Henker in Turandot“, erzählt der 53-Jährige. Gut zehn Jahre war er gern Statist bei den Festspielen, entdeckte gestern sichtlich erfreut im Fundus erst sein Bild, dann ein Teil der Rüstung wieder. „Das ist einfach klasse“, sagt Gradert, der sich auf die Kostprobe des Musicals abends freute.Der Förderverein der Festspiele hatte im Eingangsbereich mehr als 30 Torten und Kuchen für die Gäste arrangiert, die Urban Sketchers eröffneten ihre Ausstellung – und immer wieder huschten Künstler vorbei. Die Festspiele zum Anfassen eben.

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