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Eutiner Festspiele : Festspiele gehen mit Kuhnert in die Zukunft

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Aussprache in der Opernscheune bringt Klarheit über personelle und strukturelle Fragen: Die Geschäftsführerin bleibt auch im im kommenden Jahr.

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erstellt am 14.Aug.2015 | 04:00 Uhr

Der gewaltige Krach in der Opernscheune ist weitgehend beigelegt. In einer fünfstündigen Aussprache haben sich die Führungskräfte und Gesellschafter der Neuen Eutiner Festspiele gGmbh auf einen gemeinsamen Weg zur Zukunftssicherung der Sommeroper verständigt. Ein Schritt dazu: Geschäftsführerin Sabine Kuhnert bleibt für die Spielzeit 2016 im Amt.

Ursprünglich sollte Kuhnert nach dem Willen einer Mehrheit im fünfköpfigen Festspiele-Beirat bereits im September gehen. Diese Mitte Juli getroffene Entscheidung sorgte aber öffentlich für große Unruhe und intern für eine Fülle von Gesprächen, die alle darum kreisten, doch noch einen Weg zueinander zu finden.

Dazu diente Mittwochabend ein runder Tisch, auf den vor allem Intendantin Dominique Caron gedrängt hatte. Beteiligt waren der Vorstand der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) als Alleingesellschafterin, der von der WVE als Aufsichtsorgan eingesetzte Beirat sowie neben Caron und Kuhnert auch Mirko Stemmler, der Vertreter der Ulbrich Stiftung, der die Opernscheune gehört.

Moderiert wurde die Runde von Dr. Arno Probst, Vizepräses der IHK Lübeck. Ihm schrieben Teilnehmer das Hauptverdienst daran gut, dass nach Mitternacht mit sehr großer Mehrheit eine Absichtserklärung („Letter of Intent“) für die nächsten Schritte zur Sicherung der Festspiele beschlossen wurde – inklusive der Verlängerung des Vertrages mit Sabine Kuhnert um ein Jahr, aber auch der Bestätigung des Mandates für die fünf Beiräte. „Damit ist der Grundstein für eine erfolgreiche Spielzeit 2016 und der gemeinsamen strukturellen Weiterentwicklung für die Zukunft der Eutiner Festspiele gelegt“, heißt es in einer offiziellen Erklärung, die der Beiratsvorsitzende Hans-Wilhelm Hagen gestern um 1 Uhr versandte. Welcher Einigungsdruck zuvor herrschte, verdeutlicht Hagens Aussage im OHA-Gespräch: „Ohne das Gelingen eines Kompromisses wäre ein erheblicher Schaden für die Festspiele nicht abzuwenden gewesen.“

Intendantin Caron zeigte sich gestern sehr erleichtert: „Jetzt können wir hoffentlich in Ruhe die erfolgreiche Arbeit fortsetzen.“ Auch Kulturministerin Anke Spoorendonk sieht bei der Oper „zügig verlässliche und belastbare Strukturen geschaffen“. Sie sagte dem OHA: „Dies ist gut und war notwendig gerade mit Blick auf künftige Gespräche über Fördermöglichkeiten für die Eutiner Festspiele, speziell im Hinblick auf die Landesgartenschau 2016.“ Seite 3


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