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Festspiele: Bühne stark sanierungsbedürftig

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2015 | 13:00 Uhr

„Ich freue mich, dass ich hier heute so vor Ihnen stehe, das sah zwischenzeitlich ja mal nicht so gut aus. Es war ein harter Kampf auch unter der Gürtellinie aber wir haben es hingekriegt“, sagte Sabine Kuhnert, Geschäftsführerin der Festspiele, zum Beginn ihres Vortrags, weshalb die Eutiner Festpiele gGmbH im LGS-Jahr nochmal 50  000 Euro mehr als Unterstützung benötigen als die bisherigen 75  000 Euro. Dies seien keine Mehrkosten, die durch die LGS entstehen, sondern in erster Linie für die Behebung dringender baulicher und technischer Mängel. Gleichzeitig betonte Kuhnert, dass sie neben den ebenfalls bei Kreis und Land beantragten Zuschüssen es geschafft habe mit dem Team der Geschäftsführung ebenfalls 45000 Euro einzusparen. Zur Abschlussbilanz der vergangenen Saison will sie sich erst äußern, „wenn belastbare Zahlen vorliegen. Nur so viel: Es sieht knapp gut aus“.

Arend Knoop, technischer Direktor der Festspiele, verdeutlichte, wie bitter nötig gerade der elektrische Bereich überholt werden muss: „Die Tontechnik und Elektrik ist nicht mehr auf dem neuesten Stand, es gibt keine wetterfesten Stecker, die Traversen-Türme, die wir haben, sind so nicht mehr erlaubt. Es wird immer schwieriger, das noch durch den Tüv zu kriegen.“ Allein bei der Elektrik bezifferte er die nötigsten Kosten auf rund 23000 Euro, der Lichtpult muss für etwa die gleiche Summe überholt werden. Knoop: „Gerade zur LGS will ich da keinen Reinfall erleben und im Dunkeln stehen.“ 45  000 Euro müssten laut Knoop über die nächsten drei Jahre investiert werden. Auch Reparaturen an der Zuschauertribüne kosten jährlich Geld.

Wegen der LGS haben die Festspiele Bühnen- und Kulissenbau auslagern müssen – „ein Teil steht in der Kaserne, ein Teil bei mir im Lager und zum Bauen habe ich jetzt was in Langenhagen gemietet“, sagte Knoop. Da sind die Räume für den Maler wenigstens beheizt. Zusätzlich zu den anstehenden Baumaßnahmen treibe der Mindestlohn die Ausgabenseite der Festpiele gGmbH nach oben, betonte Kuhnert. Vom Ausschuss für Schule, Kultur, Jugend und Soziales erhoffte sie sich gestern keine Entscheidung über die beantragte Mehrförderung, „nur kritische Fragen“. Aber eines stehe für sie fest: „Die LGS ist für uns eine riesige Chance, die wir nutzen müssen.“ Denn Mehreinnahmen könnten mehr als gut dafür benötigt werden, um die aufgelösten Rücklagenkonten von vorherigen Spielzeiten wieder zu füllen.

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