Festspiele begeistern mit Markt-Musik

Am Klavier dazu Romely Pfund und Niki Liogka (re.)
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Am Klavier dazu Romely Pfund und Niki Liogka (re.)

Das Musical-Ensemble von „My Fair Lady“, dass am 6. Juli, die Festspiele eröffnen wird, gab musikalische Kostproben auf dem Markt

shz.de von
25. Juni 2018, 00:37 Uhr

Dieses Appetithäppchen musikalischer Leichtigkeit als Vorgeschmack auf die beginnende Festspiel-Saison mit dem Musical „My Fair Lady“ weckte bei vielen Marktbesuchern am Samstag die Vorfreude auf die Premiere am 6. Juli ab 20 Uhr.

Pünktlich zum Auftritt des Musical-Ensembles der Festspiele um Hardy Rudolz schien die Sonne – und sie blieb. „Welch Omen“, freute sich Festspiel-Intendantin Dominique Caron, die durch das unterhaltsame Programm führte. „In My Fair Lady vereint sich phantastische Musik mit phantastischen Texten, das ist nicht selbstverständlich“, sagte Caron. Doch es gehe um mehr als diese Erkenntnis und Komik, es gehe um das Geschlechterkonzept und wie man damit umgehe. Ginge es nach Phonetikprofessor Henry Higgins, gespielt von Bariton Guido Weber, so wäre vieles leichter, wäre die Frau doch wie ein Mann. Im Stück selbst lässt er sich auf die Wette ein, aus dem einfachen Blumenmädchen Eliza Doolittle, die spricht, wie ihre Berliner Schnauze gewachsen ist, eine feine Dame zu machen. Welch Spaß Sopranistin Désirée Brodtka an der Rolle der Eliza hat, war ihr anzusehen. Immer mit bezauberndem Lächeln, dass sie spätestens beim wiedeholten singen von „Mit nem kleenen Stückchen Glück“ auch den zahlreichen Wochenmarktbesuchern ins Gesicht zauberte. „Zum Glück haben wir schon Karten, wir freuen uns richtig drauf“, sagte eine Dame während sie im Takt zu „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühn“ klatschte. „Es ist für uns eine tolle Gelegenheit, die Eutiner und Gäste zu locken und neugierig zu machen und die positive Resonanz freut uns sehr“, sagte Falk Herzog, Geschäftsführer der Festspiele. Es hätte besser nicht sein können mit Sonnenschein und schönen Blumen im Blick direkt am Stand gegenüber, fand auch Désirée Brodtka: „Es war toll zu sehen, wie immer mehr Menschen dazu kamen.“

Die nächste Gelegenheit, das Ensemble und die Arbeit hinter der Kulisse kennenzulernen, gibt es Freitag, beim Tag der offenen Tür (siehe Kasten).

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