Feste Belt-Querung: Kritik an Verzögerung

shz.de von
10. November 2018, 12:37 Uhr

Die Kritik aus der Wirtschaft ist heftig. „Mit großem Bedauern und völligem Unverständnis“ haben die im Fehmarnbelt Business Council (FBBC) und Hanse-Belt vereinten Kammern, Verbände und Firmen auf eine Äußerung der ostholsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn zur festen Fehmarnbelt-Querung reagiert. Demzufolge gehöre diese auf deutscher Seite nicht mehr zu den Projekten mit Planungsbeschleunigung. „Das Projekt ist weiterhin im Anhang des Gesetzes vorhanden“, stellten dagegen die Vorsitzenden von FBBC, Siegbert Eisenach, und Hanse-Belt-Verein, Konsul Bernd Jorkisch, heraus.

Kaum ein Projekt in Deutschland sei so detailliert geplant, untersucht und abgewogen worden, wie die feste Fehmarnbelt-Querung. Mit ihren Hinterlandanbindungen sei sie von vornherein als Projekt mit frühzeitiger Öffentlichkeitsbeteiligung geplant worden, um der Region die Chance zu geben, ihre Interessen wirksam einzubringen. Die wiederholte Auslage von Planungsunterlagen sei auch ein Ergebnis einer sehr breit angelegten Beteiligung sowie umfassender Umweltprüfungen. Deshalb sei es schade, dass Teile der Politik die Chance dieses Prozesses jetzt nicht nutzen wollten und in die Zeiten der Planungsverzögerung zurückfielen.

Wenig Verständnis haben FBBC und Hanse-Belt auch für Schuldzuweisung in Richtung der dänischen Realisierungsgesellschaft Femern AS. Diese habe mit Hochdruck und unter Berücksichtigung des deutschen Planungsrechts gearbeitet.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen