Festakt: 97 Gesetzeshüter starten in den Polizeialltag

Die 22 Lehrgangsbesten mit mit Innenstaatssekretär Torsten Geerdts (li.) und dem Chef der PD AFB, Michael Wilksen (re.).
Foto:
Die 22 Lehrgangsbesten mit mit Innenstaatssekretär Torsten Geerdts (li.) und dem Chef der PD AFB, Michael Wilksen (re.).

shz.de von
28. Januar 2018, 17:17 Uhr

Es war der Moment, auf den 97 junge Nachwuchspolizisten seit ihrem Ausbildungsstart vor zweieinhalb Jahren hingearbeitet haben: Bei einem Festakt im Maritim-Strandhotel wurden am vergangenen Freitag 28 Frauen und 69 Männer zu Polizeiobermeistern ernannt.

Nachdem die jungen Gesetzeshüter in der PD AFB und im Praktikum mit dem notwendigen Rüstzeug für ihren weiteren Berufsweg ausgestattet worden sind, geht der Arbeitsalltag für sie jetzt richtig los. Als fertig ausgebildete Schutzpolizisten werden sie im Funkstreifendienst im Lande oder als Kräfte in der 1. Einsatzhundertschaft eingesetzt.

Juliane Bohrer, die Stellvertretende Leiterin der Fachinspektion Aus- und Fortbildung, würdigte in ihrer Festansprache vor rund 800 Gästen, darunter unzählige Angehörige und Freunde des Polizeinachwuchses, die Leistung der erfolgreichen Absolventen. „Sie haben heute nach einem anspruchsvollen Weg den wichtigsten Schritt in ihrer Laufbahn gemacht und werden dringend erwartet“, sagte die Kriminaloberrätin. Nach den theoretischen Grundlagen auf Hubertushöhe hätten die Polizeianwärter im Praktikum die Anforderungen des Berufslebens in Natura erlebt. „Sie sind jetzt bestens vorbereitet“, so Bohrer.

Auch Innenstaatssekretär Torsten Geerdts war sichtlich angetan. „Ich bin tief beeindruckt, derartig qualifizierte Kollegen in unserer Landespolizei zu wissen“, sagte Geerdts. Die neuen Polizeiobermeister hätten sich für einen Beruf entschieden, der in der Gesellschaft sehr hoch angesehen und mit einer enormen Verantwortung verbunden sei. „Haben Sie deshalb immer ein offenes Ohr für unsere Bürger, zeigen Sie Mitgefühl und Verständnis für andere. Im täglichen Dienst hindert Sie keiner daran, sich um andere zu kümmern und Ihren gesunden Menschenverstand zu benutzen“, so Geerdts. Der Stellvertretende Landespolizeidirektor Joachim Gutt verlieh den Worten des Innenstaatssekretärs Nachdruck. Polizist zu sein, könne hart und anspruchsvoll sein, sagte Gutt mit Blick auf Erfahrungen seiner über 40-jährigen Dienstzeit.

Ihren Rückblick nutzten die frisch gebackenen Polizeiobermeisterinnen Nina Drews und Wiebke Düsterhoff vor allem, um ihren Ausbildern in der PD AFB zu danken und ihre Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. „Wir konnten uns immer auf sie verlassen, haben einen großen Rückhalt erlebt und bei ihnen in dieser Zeit auch Freunde und Vorbilder gefunden“, berichteten Drews und Düsterhoff.

Die Qualität der Ausbildung spiegelte sich auch in der Anzahl der Lehrgangsbesten. So beendeten insgesamt 22 Nachwuchspolizisten die Ausbildung mit der Gesamtnote „gut“.

Dem Lehrgangsbesten Raphael Onita aus Göhl gelang etwas bislang Einmaliges: Der 31-Jährige ist der erste Polizeianwärter, der die Ausbildung mit mehr als 13 Punkten abschloss. Zweitbester wurde Christopher Siewert (12,89 Pkte), Dritter Timo Rieth (11,52 Punkte) vor Louisa Reimers (12,39 Pkte) und der Eutinerin Betsy Klahr (12,35) sowie Franziska Schreiner (12,10).






zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen