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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 01:39 Uhr

Fernsehen war gestern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 15:48 Uhr

 Wenn ich unsere Töchter frage, welchen Film sie zuletzt im Fernsehen geguckt haben, ernte ich nur ein Schulterzucken. Denn Fernsehen war für sie gestern, heute ist Streaming: Netflix, Amazon plus und YouTube sind die Nachfolger von ARD, ZDF, RTL und Pro7.

Die Serie „Downtown Abbey“ hat Antonia bei Amazon gesehen, Frederike ist ein großer Fan von „American Idol“, so heißt „Deutschland sucht den Superstar“ im Original. Dabei guckt sie auch nach England, Kanada und Australien.

Fernsehabende werden für meine Frau und mich mit der achten Wiederholung in einem dritten Programm von „Mord mit Aussicht“ erst richtig schön. Wenn ich mir die nötige Portion TV-Konsum zum Einschlafen holen will, gibt es den letzten Tatort in der Mediathek oder den „Alten“ bei YouTube in seinen – und auch meinen – verschiedenen Lebensphasen. Aktuell bin ich im Leben von Hauptkommissar Leo Kress zu Hause, der die Mordkommission 2 in München leitet. Dabei begegne ich vertrauten Menschen, die dort immer wieder auftauchen: die Schauspieler Hans-Georg Panczak, Philipp Moog, Evelyn Opela oder Ute Willing, dazu der unverwüstliche Michael Ande als treuer Assistent Gerd Heymann. Ich bin gespannt, an wen sich unsere Töchter erinnern werden, wenn sie später an die 2010er Jahre zurückdenken. Für ganz besondere Fernsehabende haben wir alle Staffeln mit der attraktiven Emma Peel von „Mit Schirm, Charme und Melone“ im Schrank. Die sehen auch unsere Töchter gerne – wahrscheinlich als eine Art Ausflug ins familiäre „Fernsehmuseum“. Harald Klipp

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