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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 08:40 Uhr

Feininger als Komponist

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sonderausstellung „Spannungsfelder des Expressionismus“ im Schloss endet mit Konzert und Führung

Vor drei Jahren gab es in Eutin eine landesweit beachtete Ausstellung über die Rolle des Deutsch-Amerikaners Lyonel Feininger als früher Comic-Zeichner. Prof. Frank Baron aus der Eutiner Partnerstadt Lawrence hatte sie mit Unterstützung des Eutiner Literaturwissenschaftlers Dr. Wolfgang Griep konzipiert.

Das Wirken Lyonel Feiningers als Komponist kann man am Sonnabend, 24. Oktober, im Eutiner Schloss kennenlernen. Zum Finale der Ausstellung „Spannungsfelder des Expressionismus“ beginnt um 19.30 Uhr im Rittersaal ein Konzert. Zu dessen Programm zählen zwei Fugen, die Feininger 1921 in Weimar komponierte.

Feininger (1871–1956) war vor allem Maler, Grafiker, Karikaturist und erster Meister des Staatlichen Bauhauses in Weimar. Er stammte aus einer musikalischen Familie, wodurch er zu eigenen Kompositionen inspiriert wurde. Dabei fühlte er sich vor allem Johann Sebastian Bach und dessen Kunst der Fuge verbunden. Neben den Werken Feiningers werden am Sonnabend Kompositionen von Erik Satie, Arnold Schönberg und John Cage zu hören sein.

Gestaltet wird das Konzert von Ninon Gloger (Klavier) und Olivia Stahn (Sopran). Gloger ist ehemalige Stipendiatin der Yehudi-Menuhin-Stiftung, konzertierte unter anderem mit der Dresdner Philharmonie und dem Bayrischen Rundfunk und regelmäßig beim Schleswig-Holstein Musikfestival. 2011 gründete sie die Lübecker Konzertreihe „Klangrauschen“ als Ergänzung zur zeitgenössischen Musik.

Olivia Stahn studierte Gesang in Lübeck und Berlin, beendete die Lied-Klasse von Irwin Gage mit Auszeichnung. Zu ihrer Vita zählen Auftritte auf Kampnagel in Hamburg in „Don Giovanni“, mit den Dresdner Philharmonikern beim Dresdner Musikfestival und an der Staatsoper Berlin sowie als Konzertsängerin mehrmals beim Lucerne-Festival.

> Bereits um 18 Uhr gibt es eine Führung durch die Sonderausstellung von Kuratorin Susanne Petersen. Die Sonderausstellung ist noch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt zum Konzert kostet 10 Euro, bei Teilnahme an der Führung 12 Euro. Informationen zu Führung und Konzert unter Tel. 04521/70950.

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erstellt am 21.Okt.2015 | 14:40 Uhr

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