Eutin : Fehmarnbeltregion in exklusivem Kreis

Die europäische Regionen an Meeresstraßen wollen ihre Erfahrungen austauschen.

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13. März 2012, 12:22 Uhr

Eutin | Es ist ein exklusiver Kreis, in den der Kreis Ostholstein und die Region Seeland gemeinsam aufgenommen wurden: Acht Regionen in Europa beteiligen sich an dem Europäischen Projekt "Nostra". Allen gemeinsam ist, dass sie an einer Meeresstraße liegen.

Horst Weppler, in der Kreisverwaltung für die Regionalentwicklung zuständig, stellte jüngst dem Wirtschafts- und Planungsausschuss des Kreistages das Projekt Nostra vor. Angeschoben worden sei es von der französischen Kanalregion Pas-de-Calais. Nostra stehe für "Network of Straits", Straits ist der englische Begriff für Meerenge oder -straße. Ziel von Nostra sei der Informationsaustausch unter den beteiligten Regionen. So könnten zum Beispiel beim Bau eines Fehmarnbelt-Tunnels, wie Weppler erläuterte, sicher Erfahrungen wertvoll sein, die mit dem Eurotunnel zwischen Frankreich und England gesammelt worden seien. Aber auch Ostholstein und Seeland hätten bei der Vorbereitung der Festen Beltquerung Erfahrungen gesammelt, von denen andere Regionen profitieren könnte. Dabei nennt Weppler die Bildung des grenzüberschreitenden Fehmarnbelt-Komitees. Die Zusammenarbeit in der Projektgruppe Nostra solle aber auch Küsten- und Umweltschutz sowie Entwicklung der Regionen, die an die Meeresstraßen grenzen, berücksichtigen.

Im Juni 2013 werde eine dreitägige Konferenz für die Projektpartner und weitere Akteure am Fehmarnbelt stattfinden. Das Projekt beginne 2012 und ende 2014. Die acht beteiligten Partnerregionen verteilten sich über ganz Europa von Schweden und Finnland über die englisch-französische Kanalregion bis nach Süditalien. Darunter sind die Straße von Messina zwischen Sizilien und dem Festland sowie die Meerenge zwischen Korsika und Sardinien. Die EU übernehme die Projektkosten zu 75 Prozent.

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