Fehlerfrei durchs Gelände

Svenja Hansen und „Carrelon“ vom Ostholsteinischen Reiterverein Malente-Eutin blieben im Gelände ohne Strafpunkte.
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Svenja Hansen und „Carrelon“ vom Ostholsteinischen Reiterverein Malente-Eutin blieben im Gelände ohne Strafpunkte.

Svenja Hansen vom Ostholsteinischen Reiterverein Malente-Eutin wird bei deutschen Meisterschaften Elfte

shz.de von
06. Juni 2014, 13:50 Uhr

Gleich zwei Mitglieder vom Ostholsteinischen Reiterverein (ORV) Malente-Eutin sind bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in der Vielseitigkeit in Bayern gestartet. Den größten Erfolg erreichte Svenja Hansen aus Dodau. Die 16-Jährige landete mit
ihrem Pferd „Carrelon“ auf dem elften Platz. Paul Behmann (Hornsmühlen) kam auf Rang 20.

Das Starterfeld zählte 42 Paare, die nach der Dressur und einer flüssig verlaufenen Geländeprüfung dicht beieinander lagen. Das Springen würfelte die Rangierung jedoch noch einmal durcheinander. Nach der Dressur lag Svenja Hansen mit 44,70 Punkten auf dem zweiten Rang, sie absolvierte die 4500 Meter lange Geländeprüfung mit 26 Hindernissen und 30 Sprüngen fehlerfrei und in der vorgegebenen Zeit. „Der Kurs auf der herrlichen Anlage in Kreuth war schwer“, schwärmte Svenja Hansen nach ihrer Rückkehr auf den Hof Friedrichsruh im Dodau.

Im abschließenden Springen stand sie unter Druck, denn sie lag im Gesamtfeld ganz vorn. Ein Leichtsinnsfehler führte zum ersten Abriss, ein zweiter kam hinzu, so dass sie die Runde mit acht Fehlerpunkten beendete. Svenja Hansen landete mit Carrelon im Endklassement auf dem elften Rang. „Das ist doch ein gutes Ergebnis für die 16-Jährige“, sagte Bundestrainer Hans Melzer, der auch auf Svenja Hansens Vorjahresergebnis verwies, als sie Fünfte geworden war.

Der Sieg ging aber auch nach Ostholstein an die Fehmaranerin Kristin Rickert und den Vier-Sterne-erprobten, aber sicherlich nicht einfach zu reitenden Leprince des Bois. „Endlich hat das Pferd mal einen guten Reiter“, scherzte Kai Rüder, der im Frühjahr die Idee gehabt hatte, seine 18-jährige Nachbarin auf sein Spitzenpferd zu setzen. Mit einem Topergebnis von nur 39,4 Minuspunkten beendete das Paar die Dressur und fügte diesem Ergebnis weder im Gelände noch im Springen weitere Strafpunkte hinzu. „Schade, dass so ein Paar nicht für die Europameisterschaften in Frage kommt. Aber das Reglement verbietet, Pferde mit aktuellen Vier-Sterne-Ergebnissen bei Junioren-Europameisterschaften einzusetzen“, sagte Hans Melzer.
„Es ist erfreulich, dass das
Juniorenstarterfeld in der Breite wieder besser aufgestellt ist“, meinte Nachwuchs-Bundestrainer Rüdiger Schwarz, der in Kreuth auch für den Geländeaufbau verantwortlich zeichnete.

Paul Behmann (17), der gerade von einem Schulaufenthalt und einem Training aus England zurückgekehrt war, landete mit seinem Pferd „Las Vegas“ auf Platz 20. Mit 50,90 Punkten und zwei Fehlern in der Springprüfung holte er sich in der Zeit von 8:28 Minuten den Sieg in der Geländeprüfung. Bei den
jungen Reitern landete die für den Fehmarnschen Ringreiterverein startende Finja Bliesemann (19) mit Drecoll auf dem Silberrang.

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