Eutin : FDP stellt Nutzung des Festplatzes für die Feuerwehr in Frage

Zirkus oder Feuerwehr - das ist die Frage, die  aus Sicht der FDP  für die künftige Nutzung des Festplatzes neu  zu beantworten ist.   Foto: kf
Zirkus oder Feuerwehr - das ist die Frage, die aus Sicht der FDP für die künftige Nutzung des Festplatzes neu zu beantworten ist. Foto: kf

Die Bauleitplanung für eine Nutzung des Festplatzes durch die Feuerwehr wurde kurz vor Weihnachten eingeleitet. Doch die FDP-Fraktion stellt dieses Vorhaben jetzt in Frage.

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15. April 2011, 12:16 Uhr

eutiN | Sie fordert, dass in Eutin eine zentrale Veranstaltungsfläche mit guter Verkehrsanbindung erhalten bleiben müsse.

Als aktuelles Argument dafür dient den Liberalen der Zirkus "Avalon", der an diesem Wochenende auf dem Festplatz gastiert. Damit werde der Platz aus seinem "Dornröschenschlaf" gerissen und erfülle seine ursprünglich gedachte Funktion, tellte die FDP-Stadtvertreterin Elfi-Jacqueline Meyer gestern vor der Presse fest.

Sie erinnerte daran, dass der Festplatz Anfang der achtziger Jahre mit hohem Aufwand hergerichtet wurde, als Ersatz für den damals vor der Umgestaltung stehenden "Neuen Markt". Doch seitdem hätten dort nur wenige Veranstaltungen stattgefunden, weil der Festplatz zu abgelegen gewesen sei. "Der große Festplatz blieb im Dornröschenschlaf", so Meyer.

Doch der Bau der Kerntangente habe alles verändert. Meyer: "Jetzt liegt der Platz zentral an der Verkehrsader, ist voll erschlossen und bietet nun viel bessere Möglichkeiten, als Festplatz angenommen zu werden. Eutin könnte wieder sieben Mal im Jahr Anziehungspunkt für kleinere Messen, größere Jahrmärkte, Zirkusse oder ähnliches werden. Eine Nutzung als PR wäre denkbar, Wohnmobile könnten dort einen kurzzeitigen Stellplatz finden."

Angesichts solcher Perspektiven sollte aus Sicht der FDP die Absicht, auf dem Festplatz ein neues Gerätehaus für die Ortswehr Eutin zu errichten, noch einmal gründlich überdacht werden. Wörtlich: " Zwar hat die Feuerwehr selber, nach langem Hin und Her, dem Standort Festplatz akzeptiert, doch gegen ein Abwiegen und Umschauen sprechen nichts."

Die FDP weiter: "Eine Kreisstadt sollte den zentrumsnahen Veranstaltungsstandort nicht überplanen, ohne an die Zukunft von Veranstaltungen zu denken. Gute Veranstaltungen bereichern das Freizeitangebot und erhöhen den Bekanntheitsgrad von Eutin mit."

Die FDP wendet sich dabei auch gegen das Argument, der Festplatz sei als Feuerwehrstandort auch deshalb am besten geeignet, weil das Gelände bereits der Stadt gehöre. Meyer: "Wir halten das nicht für einen billigen Baugrund. Zum einen hat die Stadt damals viel Geld in die Hand genommen, um den Festplatz zu erschließen, zum anderen sind die Baukosten und späteren Unterhaltskosten der Feuerwehrgebäude auf Grund des doch weichen Untergrundes nicht genau kalkulierbar."

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